Sechsstellige Beträge

Messe-Skandal: Ex-Chef will mehr Geld

München - Der wegen Sex-Mobbing suspendierte ehemalige Top-Manager der Messe feilscht mit den Verantwortlichen ums Geld. Es geht um sechsstellige Beträge

Die Vorwürfe um Sex-Mobbing an der Messe sind schon vor Gericht: Der suspendierte Top-Manager hat die Messe verklagt, weil er seine Abmahnungen für unberechtigt hält. Jetzt schlug er laut OB und Aufsichtsratschef Christian Ude (SPD) beim Güte­termin einen Vergleichsvorschlag des Gerichts aus – weil er nachbessern wolle. Es geht um sechsstellige Beträge!

Eine Mitarbeiterin wirft dem früheren Spitzenmann der Messe Sex-Mobbing vor. Fünf Abmahnungen haben ihm die Gesellschafter Freistaat und Stadt ausgesprochen und ihn im März suspendiert. Ude hatte den Skandal vor dem Stadtrat als „den unerfreulichsten Vorgang, den ich bei der Messe erlebt habe“ bezeichnet. Eine Kommission habe eine „Vielzahl von Vorfällen“ festgestellt – schwere verbale Entgleisungen und Tätlichkeiten gegen die Frau, „die erschüttern und ratlos machen“.

Das Kopfschütteln hält an. Jetzt hat der OB den Aufsichtsrat der Messe über das Verfahren informiert. Der Manager hatte im Juni Klage beim Landgericht eingereicht (tz berichtete). Jetzt ging es laut OB um das komplette Begleitprogramm so einer Trennung – Gehalt, Prämien, Dienstwagen. Stadt und Freistaat seien aber nicht bereit, das Angebot nachzubessern.

Der Anwalt des Managers äußerte sich auf Anfrage der tz nicht. Zuvor hatte er sich davon überzeugt gezeigt, dass die Abmahnungen unberechtigt seien.

David Costanzo

Rubriklistenbild: © bodmer

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