In den Riem Arcaden

Mit tragischer Geschichte: Betrügerin legt hilfsbereiten Studenten (21) rein

Zwangsprostitution, Zwangs-Ehe, illegaler Aufenthalt, kleines Kind - eine junge Frau hat einem Studenten eine ganz besondere Leidensgeschichte erzählt  - und so Geld ergaunert. Jetzt fahndet die Polizei.  

Wie die Polizei berichtet, passierte der Fall bereits am Dienstag 28. Februar 2017, gegen 13.45 Uhr in den Riem Arcaden. Eine unbekannte Frau sprach dort einen 21 Jahre alten Studenten an. Sie stellte sich als „Sabrina“ vor und erzählte ihm dann eine wahre Räuberpistole: Die Frau berichtete, sie würde dringend 600 Euro zur Begleichung ihrer Miete brauchen. Sie sei illegal in Deutschland und müsse ihre 2-jährige Tochter versorgen. Die Schlepper, die sie nach Deutschland gebracht hätten, würden sie außerdem bedrohen und zur Prostitution zwingen. Deshalb könne sie auch nicht in ihre Heimat nach Bosnien zurück, da sie vom Islam zum Christentum konvertiert sei. Darüber hinaus gab sie an, dass sie zwangsverheiratet wurde.

Der 21-Jährige entgegnete der Frau, dass er zunächst einkaufen muss und ging in den nächstgelegenen Supermarkt. Die Frau wich ihm allerdings ab diesem Zeitpunkt nicht mehr von der Seite. Auch als er nach dem Einkauf nach Hause ging, folgte sie ihm und wartete vor dem Haus. Während dieser ganzen Zeit bettelte sie ihn immer wieder an, ihr zu helfen. Aus Mitleid fuhr der 21-Jährige schließlich mit ihr zum Hauptbahnhof und hob Geld von seinem Konto ab, das er zusammen mit seiner Handynummer der Frau übergab.

Obwohl sie ihm zusagte das Geld wieder zurück zu zahlen, kam dem jungen Mann die Sache dann doch komisch vor. Er erstattete Anzeige bei der Polizei. Die fahndet nun nach der Frau. 

Beschreibung der Frau: Weiblich, ca. 18-30 Jahre alt, ca. 165 cm groß, schlanke Figur, schwarze Haare, stark geschminkt, gepflegte Erscheinung. Sie sprach deutsch mit Akzent und bekleidet war sie mit einem schwarzen Mantel.

Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

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