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20-Jähriger festgenommen: Wütender Mob zieht vor Münchner Polizeirevier - Verstärkung rückt an

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Von: Lukas Schierlinger

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Polizisten in München
Verstärung musste anrücken, nachdem ein Polizeirevier in München belagert wurde (Symbolbild). © Frank Hoermann/SVEN SIMON via www.imago-images.de

Um sich mit ihrem Freund zu solidarisieren, ist eine größere Gruppe vor ein Polizeirevier in München gezogen. Die Beamten riefen Verstärkung.

München - Es begann als vermeintlich harmloser Einsatz wegen einer nächtlichen Ruhestörung. Am Samstagmorgen (11. Dezember) verständigte ein Hotelangestellter gegen 1.30 Uhr die Münchner Polizei. Mehrere Personen würden sich in einem Hotelzimmer in Riem „laut verhalten“.

Polizei-Einsatz in München: 20-Jähriger soll kontrolliert werden - und leistet erheblichen Widerstand

Als Kräfte der Polizei am Hotel eintrafen, bemerkten sie einen 20-Jährigen, der „offensichtlich zur besagten Personengruppe gehörte“. Beamte wollten den jungen Mann in der Folge einer Kontrolle unterziehen. Dieser versuchte zu flüchten, konnte aber von einem Polizisten festgehalten werden.

„Hierbei leistete er erheblichen Widerstand und versuchte unter anderem, die Dienstwaffe eines Polizeibeamten aus dem Holster zu ziehen“, informiert die Polizei in einer Pressemitteilung. Der 20-Jährige wurde festgenommen und zu einer Polizeiinspektion gebracht.

München: Wütender Mob versammelt sich vor Polizeirevier - Verstärkung rückt an

Böse Überraschung für die Beamten: Vor dem Dienstgebäude hatten sich währenddessen schon etwa zehn Personen versammelt, die sich mit dem Festgenommenen solidarisierten und lautstark die Freilassung ihres Freundes verlangten.

„Aufgrund des aggressiven Verhaltens der Personengruppe wurden weitere Einsatzkräfte hinzugezogen, woraufhin sich die Personen entfernten“, berichtet die Polizei. Zu weiteren Straftaten sei es im Zuge dessen allerdings nicht gekommen. Der 20-Jährige wurde unter anderem wegen eines tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte angezeigt. Die weiteren Ermittlungen führt die Münchner Kriminalpolizei.

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