Auch 15-Jährige betroffen

Aus Rache? Täter-Gruppe dringt in Münchner Familienhaus ein - dann kommt es zum brutalen Angriff

In München kam es zu einem brutalen Angriff. (Symbolbild)
+
In München kam es zu einem brutalen Angriff. (Symbolbild)

In München-Riem kam es am Montag (27. April) zu mehreren brutalen Attacken. Mehrere jugendliche Täter prügelten ihr Opfer dabei - in seinem eigenen Haus.

  • In München kam es am Montag (27. April) zu mehreren brutalen Angriffen auf einen 17-jährigen Jugendlichen und seine 15-jährige Schwester
  • Dabei drangen sie mitten in der Nacht in das Familienhaus der Opfer.
  • Die Täter, mehrere Jugendliche, werfen 17-Jährigen vor, ein Auto beschädigt zu haben.

Am Montag, 27.04.2020, gegen 03:30 Uhr, klingelten und klopften vier Jugendliche (17, 17, 17 und 19 Jahre) an der Wohnungstüre  einer Familie in Riem und forderten lautstark, den 17-jährigen Sohn vor die Türe zu schicken, dieser soll angeblich eine Scheibe bei einem der Jugendlichen (19 Jahre) beschädigt haben. Der Vater trat schließlich vor die Türe und ging zu vier jungen Männern nach unten. 

Brutale Attacke in München: Täter drängen in Haus ein

Diese drängten sich daraufhin an ihm vorbei zurück ins Treppenhaus und liefen wieder nach oben in das 1. Obergeschoß. Hier schlugen sie gemeinsam mit Fäusten auf den 17-jährigen Sohn ein. Auch die 15-jährige Schwester, die ihrem Bruder zu Hilfe eilte, bekam einen Faustschlag von einem der Jugendlichen (19 Jahre) auf die Nase ab. Anschließend flüchteten die Täter. Der 17-jährige Sohn erlitt durch die Schläge Prellungen im Gesicht und einen abgebrochenen Eckzahn. Am Nachmittag des gleichen Tages befand sich der 17-Jährige im Hinterhof seines Wohnanwesens in Riem auf einer Parkbank, wo es wieder zum Zusammentreffen mit einem der jugendlichen Täter (19 Jahre) kam. 

Lesen Sie auch: Heftige Massenschlägerei in der Freinacht: Münchner Anwohner verunsichert, als Polizei-Hubschrauber über ihnen kreist

Brutale Attacke in München: Jugendlicher mit der Faust geprügelt

Dieser fuhr mit seinem Fahrrad auf den 17Jährigen zu, stieg ab und schlug ihm mit der Faust zweimal ins Gesicht. Dabei behauptete er erneut, dass der 17-Jährige seine Scheibe eingeschlagen habe. Im Hintergrund befanden sich weitere Jugendliche, die sich dann gemeinsam mit dem 19-jährigen Schläger entfernten. Als das 17-jährige Opfer den Hinterhof verließ, traf er wieder auf den 19-Jährigen und dessen 17-jährigen Begleiter. Der 19-Jährige forderte, dass der 17-Jährige den Schaden bezahlen solle. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, trat ihm der 17-jährige Begleiter in die Rippen.

Nach Attacke in München: Täter sind der Polizei einschlägig bekannt

Die zwei jugendlichen Täter sind dem 17-jährigen Geschädigten bekannt und konnten daher zeitnah am Dienstag, 28.04.2020, von Zivilbeamten der Polizeiinspektion 25 festgenommen werden und der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt werden. Nach Bearbeitung der Haftsache durch das Kommissariat 23 und Antragstellung der StA München I wurden sie dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Gegen beide erging ein Haftbefehl. Beide Täter werden seit Februar 2019 bzw. seit Oktober 2018 beim Kommissariat 23 als jugendliche Intensivtäter geführt.

---

Kurz nach Mitternacht ging in München ein Notruf ein. Die Polizei suchte darauf mit einem Hubschrauber nach einer „hilflosen Person“.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Unbekannter zieht Münchnerin in ein Maisfeld und vergewaltigt sie - Polizei schnappt ihn mitten in der Nacht
Unbekannter zieht Münchnerin in ein Maisfeld und vergewaltigt sie - Polizei schnappt ihn mitten in der Nacht
München: Corona-Drohung, Hitlergruß und eine Keksrolle als Waffe - Sendlinger Streit eskaliert ins Groteske
München: Corona-Drohung, Hitlergruß und eine Keksrolle als Waffe - Sendlinger Streit eskaliert ins Groteske
Streit im Münchner Glockenbachviertel: Beliebtes charakteristisches Bauwerk ist weg - seit über einem Jahrzehnt stand es da
Streit im Münchner Glockenbachviertel: Beliebtes charakteristisches Bauwerk ist weg - seit über einem Jahrzehnt stand es da
Oben ohne in der Tram: Warum Eisbachschwimmer in Corona-Krise gegen diese drei Regeln verstoßen
Oben ohne in der Tram: Warum Eisbachschwimmer in Corona-Krise gegen diese drei Regeln verstoßen

Kommentare