Party-Alm in Riem als Festgelände mit Band und Standln

Promi-Wirt Michael Käfer: Mit diesem Mini-Wiesn-Plan will er trotz Corona für große Gaudi sorgen

Plant beizeiten: Gastronom Michael Käfer hofft, dass seine Gäste bald feiern können.
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Plant beizeiten: Gastronom Michael Käfer hofft, dass seine Gäste bald feiern können.

Wiesn-Gaudi trotz Oktoberfest-Nullmummer? Der Münchner Promi-Wirt Michael Käfer hat einen Plan, mit dem es im September in München trotz allem die große Gaudi geben soll.

Das Oktoberfest ist abgesagt: Trotzdem würde Erfolgs-Gastronom Michael Käfer gerne zünftig mit seinen Gästen im September feiern: Er plant eine Art Mini-Wiesn an der Galopprennbahn in Riem!

München: So plant Wiesn-Wirt Michael Käfer für das zweite Pandemiejahr

„Wenn man planen will, dann jetzt“: Michael Käfer kennt das Geschäft. Er weiß, dass es in der Gastronomie Vorlauf braucht. Deshalb entwirft der Wiesn-Wirt, in dessen Zelt die Münchner Prominenz daheim ist, schon jetzt Konzepte: Was kann er seinen Gästen im zweiten Pandemiejahr* bieten, nachdem das Oktoberfest* erneut ausfallen muss? Unter welchen Rahmenbedingungen könnte im September ein kleiner Wiesn-Ersatz auf die Beine gestellt werden?

Gedankenspiele, die zum jetzigen Zeitpunkt, an dem gerade erst Außengastronomie erlaubt worden ist, noch utopisch klingen. Doch bis zum Herbstbeginn vergehen noch Monate – in denen im besten aller Fälle die Impfquoten weiter rauf- und die Inzidenzahlen runtergehen. Die Hoffnung vieler Wirte ist, dass in nächster Zeit auch Innengastronomie möglich wird. So wie bei der Wirtshaus-Wiesn.

München: In Eventalm an Galopprennbahn in Riem soll Wiesn-Stimmung aufkommen

„Ich gehe davon aus, dass sich derzeit viele Kollegen Gedanken machen“, sagt Michael Käfer. Er ist in der glücklichen Lage, dass er das Rad nicht neu erfinden muss und bei seinen Planungen auf Bewährtes zurückgreifen kann: Bereits seit 2014 arbeitet er mit den Veranstaltern Caterina Beck Freiin von Peccoz und Stefan Ermert an der Galopprennbahn in Riem zusammen. Dort steht eine große Partyhütte, eine Eventalm, die auch für Hochzeiten oder Betriebsfeiern gemietet werden kann. „Da haben wir alles, was wir von der Infrastruktur brauchen“: Große, urige Räume und Platz für eine Oktoberfest-Band.

Vorstellbar ist für Käfer auch, dass vor der Alm Standlbetreiber etwa mit einer Schieß- oder Mandelbude Stellung beziehen. Sie könnten für rund 600 Gäste die passende Atmosphäre schaffen. Großer Vorteil des Geländes im Münchner Osten: „Es ist komplett eingezäunt“, erklärt Käfer. Heißt: Es ist möglich, den Zugang zu kontrollieren.

Ein Wirt in Wiesn-Laune – auch wenn es noch Fragezeichen gibt und die Umsetzung der Pläne von vielen Faktoren abhängig ist. Am wichtigsten: eine Genehmigung der Behörden – in hoffentlich bald besseren Pandemiezeiten.

„Oktoberfest goes Dubai“: Veranstalter reagieren noch nicht auf Abmahnung

30 Festzelte, 120 Attraktionen und jede Menge Trubel auf 400.000 Quadratmetern: Das sind die Pläne für die Wüsten-Wiesn, die im Herbst in Dubai stattfinden soll. Nicht nur die Großveranstaltung an sich sorgt in Pandemiezeiten für Unverständnis, die geplante Titel-Verwendung ruft die Anwälte der Stadt München auf den Plan. Sie gehen seit vergangener Woche per Abmahnung gegen die Initiatoren der Veranstaltung vor, die weltweit mit dem Slogan „Oktoberfest goes Dubai“ werben. München wehrt sich dagegen*, dass der Eindruck entsteht, das Oktoberfest ziehe heuer in die Wüste um.

Bislang ist – etwa auf ihrer Homepage – noch nicht zu sehen, dass die Initiatoren, die teils selbst aus München stammen, auf die geforderte Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung reagiert hätten. Während es noch einigen Klärungsbedarf im fernen Emirat gibt, herrscht große Einigkeit unter den Gastronomen in der Heimat: Die Festwirte und die Münchner Innenstadtwirte wollen auch heuer den großen Schmerz über die Oktoberfest-Absage abmildern: Sie planen zum zweiten Mal ihre Wirtshaus-Wiesn*, die vom 18. September bis zum 3. Oktober stattfinden soll. 50 typisch geschmückte Gasthäuser wollen dabei wieder Oktoberfest-Schmankerl anbieten. (nah) *tz.de und Merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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