Zugpferde exportieren, Heimmessen stärken

Starke Zahlen: Umsatz-Rekord bei der Messe München

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Aktuell entstehen zwei neue Hallen.

München - Die Messe München hat das Jahr 2016 erstmals mit einem Umsatz von mehr als 400 Millionen Euro abgeschlossen - Rekord.

Zugpferde wie die bauma weltweit exportieren – damit die internationale Konkurrenz in Schach halten und die Heimmessen stärken: Das ist die Strategie der Messe München, die Erfolg verspricht. Das Geschäftsjahr 2016 schließt das Unternehmen erstmalig mit einem Umsatz von mehr als 400 Millionen Euro ab!

Die endgültige Bilanz werde noch präsentiert, so Messechef Klaus Dittrich am Donnerstag. Aber es würde am Ende auf wohl um die 420 Millionen Euro Umsatz hinauslaufen. Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen bleibt ein Ergebnis von 100 Millionen Euro, der Reinerlös wird mit rund 50 Millionen Euro beziffert. Diese Summe gibt die Messe jedoch an ihre Hauptgesellschafter, die Landeshauptstadt und den Freistaat, als Zinszahlung für ihre Darlehen für das 1998 neu gebaute Messegelände ab. Die nächsten Jahre werde unter dem Strich also immer mit einem Nullergebnis zu rechnen sein, so Dittrich. Die Messe München gehöre aber zu den „ganz wenigen deutschen Gesellschaften mit eigenem Gelände, die ganz ohne Zuschüsse auskommen“. 2016 schrieb die Messe das siebte Jahr in Folge schwarze Zahlen. Ein Grund für das gute Jahr: Die von den Münchnern organisierten Exporte, die Baumaschinen-Messe bauma und die Umwelttechnologie-Messe IFAT, fanden gleich mehrere Male weltweit statt.

Aus Gewinnen vom Auslandsgeschäft finanzierte die Messe Ende 2016 den größten Zukauf in der Unternehmensgeschichte – der Baumesse Fenestration China. Die Messe baut außerdem zwei neue Hallen samt Konferenzcenter. Sie sollen im Jahr 2018 fertig sein.

Ramona Weise

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