Frau ging mit ihm Gassi und verschwand

Wer hat Chicco aus dem Tierheim entführt?

+
Vermittlungshund Chicco ist erst ein Jahr alt. Er braucht Medikamente und muss dringend untersucht werden.

München - Eine Frau hat im Tierheim Pinscher Chicco zum Gassigehen abgeholt und nicht wieder zurück gebracht. Der Vierbeiner braucht Medikamente und dringend eine Untersuchung.

Er ist krank, er ist zutraulich – das wurde ihm zum Verhängnis! Das Tierheim in Riem vermisst seit Mittwochnachmittag den einjährigen Pinscher-Mischlingsrüden Chicco. Judith Brettmeister, Sprecherin des Tierschutzvereins, sagt: „Eine Dame, ungefähr 60 Jahre alt, hat ihn zu einer Gassi-Runde mitgenommen. Vereinbart war, dass sie ihn nach einer halben Stunde wiederbringen sollte – das hat sie aber nicht getan.“ Die Dame und Chicco: beide wie vom Erdboden verschluckt.

Dass Freiwillige (auch Unbekannte) mit Tierheim-Hunden spazierengehen, ist gang und gäbe – so bekommen die Vierbeiner Auslauf und haben Kontakt mit Menschen. Üblicherweise müssen die Leute den Personalausweis als Pfand hinterlegen.

In diesem Fall war das anders – weil zu viel los war und wegen eines Missverständnisses der Pfleger untereinander, hinterließ die Frau kein Dokument.

Chicco hat vielleicht ein Stück Draht im Darm und braucht Medikamente

Tierpfleger Fischer mit Chiccos Spielzeug in der Hand.

Jetzt sorgen sich die Mitarbeiter der Tierheims sehr um den kleinen, schwarz-braunen Hund. Tierpfleger Mario Fischer (38): „Ich habe schlecht geschlafen …“ Denn: Chicco braucht Medikamente. Außerdem hat er möglicherweise ein Stück Draht im Darm, muss untersucht werden. Nach der medizinischen Abklärung hätte er an ein neues Herrchen oder Frauchen vermittelt werden sollen. Die Gassigeherin (südländischer Typ, graumelierte Haare) wusste, dass es mehrere Interessenten gibt. Vielleicht nahm sie Chicco deshalb einfach mit?

Mario Fischer schüttelt immer noch den Kopf: "Die Dame wirkte ganz seriös. Ich habe mir nichts Böses gedacht …" Er hofft jetzt, dass sich die Frau doch noch meldet – oder dass Zeugen anrufen. Entweder auf dem Festnetz unter 921 000 22 oder mobil unter 0175 / 730 89 068.

hei

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare