Tragischer Flugzeugabsturz

60 Jahre danach: So gedenkt Trudering den Opfern von Manchester United

Gedenken an Opfer des Flugzeugunglücks von Manchester United
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Auch Münchens OB Dieter Reiter (r.) gedachte am Manchesterplatz der Opfer des Flugzeugabsturzes.
Gedenken an Opfer des Flugzeugunglücks von Manchester United
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Auch Funktionäre des FC Bayern und politische Würdenträger gedachten der Opfer des Flugzeugabsturzes.
ManU Gedenkfeier
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Auch Funktionäre des FC Bayern und politische Würdenträger gedachten der Opfer des Flugzeugabsturzes.
ManU Gedenkfeier
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Auch Funktionäre des FC Bayern und politische Würdenträger gedachten der Opfer des Flugzeugabsturzes.
ManU Gedenkfeier
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Auch Funktionäre des FC Bayern und politische Würdenträger gedachten der Opfer des Flugzeugabsturzes.
ManU Gedenkfeier
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Auch Funktionäre des FC Bayern und politische Würdenträger gedachten der Opfer des Flugzeugabsturzes.
ManU Gedenkfeier
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Auch Funktionäre des FC Bayern und politische Würdenträger gedachten der Opfer des Flugzeugabsturzes.
ManU Gedenkfeier
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Auch Funktionäre des FC Bayern und politische Würdenträger gedachten der Opfer des Flugzeugabsturzes.

Der FC Bayern München, Manchester United und die Stadt München haben mit vielen Fußballfans der Opfer des Flugzeugunglücks vor 60 Jahren gedacht.

München - We’ll never die! Auf Deutsch: „Wir sind unsterblich!“ So skandierten es gestern knapp 2000 Engländer, die sich mit ihren rot-weißen Schals und Fahnen am Manchesterplatz in Trudering versammelt hatten. Hier gedachten sie ihrer Legenden. Denn: Vor genau 60 Jahren, am 6. Februar 1958, verloren 23 Menschen bei einem Flugzeugabsturz ihr Leben. Unter den Opfern waren auch acht Spieler der Fußballmannschaft des englischen Traditionsklubs Manchester United. Oberbürgermeister Dieter Reiter (59, SPD), die FC-Bayern-Bosse Karl-Heinz-Rummenigge (62) und Uli Hoeneß (66) sowie Verwaltungsbeirats-Mitglied Hermann Memmel (78): Sie alle waren gekommen, um der Toten in einem würdevollen Rahmen zu gedenken.

„Es war ein schwarzer Tag in der Geschichte Manchesters und des englischen Fußballs“, sagt Reiter – „aber es war auch ein schwarzer Tag für die Stadt München.“ Der Oberbürgermeister spricht Englisch, die Sprache des Weltfußballs, und erntet bei den englischen Fußballfans entsprechenden Applaus. Auch 60 Jahre nach dem Unglück ist die Trauer um den Verlust der legendären „Busby Babes“ noch immer spürbar. Männer und Frauen, die für diesen Tag nach München geflogen sind, liegen sich in den Armen, weinen miteinander und besingen Englands damalige Wundermannschaft.

Das nach seinem Trainer Sir Matt Busby benannte Team saß an jenem Tag um 15.04 Uhr in der Unglücksmaschine auf dem Weg zurück in die Heimat. Es sollte nur ein Zwischenstopp zum Auftanken in Riem sein, auf dem Rückweg vom Europapokal-Spiel in Belgrad – aber es wurde zur Katastrophe… Das Wetter hatte einen Start bereits zwei Mal verhindert, die Rollbahn war mit Schneematsch bedeckt. Beim dritten Versuch hob das Flugzeug zwar ab, krachte aber Sekunden später in ein Haus.

„Hier wurden nicht nur Menschenleben, sondern viele Träume brutal zerstört“

„Es bestand die Gefahr, dass das Flugzeug explodiert“, erinnert sich Memmel, ehemaliger Truderinger Stadtrat. Er war es gewesen, der dafür sorgte, dass Trauernde im Jahr 2004 am Unglücksort ein Denkmal bekamen. „Durch diesen Gedenkstein werden auch zukünftige Generationen an die Tragödie erinnert“, ist Memmel sicher. Er sagt: „Hier wurden nicht nur Menschenleben, sondern viele Träume brutal zerstört.“

Was es heißt, ein Flugzeugunglück zu überleben, weiß FC-Bayern-Präsident Hoeneß aus eigener Erfahrung. Im Jahr 1982 hatte er als einziger von vier Passagieren einer Propellermaschine überlebt, die auf dem Flug von München nach Hannover abstürzte. Am Rande der Gedenkfeier sagte er: „Auch bei mir war es im Februar. Ich kann nachvollziehen, wie es den Überlebenden geht.“ Für Hoeneß ist es selbstverständlich, an diesem Tag vor Ort zu sein. „Ich bin ein großer Fan von Manchester United“, sagte er. „Es ist selbstverständlich, dass der FC Bayern hier und heute Flagge zeigt.“

Und Rummenigge sagte: „Dieses Ereignis macht uns alle traurig. Der 6. Februar 1958 war aber auch der Tag, der die Freundschaft zwischen Manchester United und dem FC Bayern München nachhaltig gestärkt hat.“

Johannes Heininger

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