Münchner missbraucht Notruf

Matratzen zu Wucherpreisen vermietet - Riesenärger

München - Ein Münchner hat Zimmer und Matratzen zu Wucherpreisen an Bulgaren vermietet. Weil er schließlich mehrere von ihnen aus dem Haus werfen wollte, rief er die Polizei - und bekam noch mehr Ärger.

Ein 42-Jähriger Münchner hat in einem ehemaligen Zweifamilienhaus Zimmer zu deutlich überhöhten Preisen vermietet. Auf dem Dachboden hatte er zudem ein Matratzenlager mit rund 20 Schlafstätten eingerichtet. Pro Matratze kassierte er nach Angaben der Bewohner zwischen 100 und 200 Euro monatlich. Als Mieter hatte sich der Mann ausschließlich Bulgaren ausgesucht.

Anfang Oktober geriet der 42-Jährige mit den Bewohnern des Hauses in Streit. Die Bulgaren, die nach eigenen Angaben seit September in dem Haus wohnten, weigerten sich, die Miete zu bezahlen. Der Grund: Die Toiletten und die Küche im Haus funktionierten nicht mehr. Die Polizei stufte die hygienischen Zustände im gesamten Haus als äußerst problematisch ein. Nachbarn hatten sich zudem bereits des Öfteren beschwert, weil die Bewohner ihre Notdurft außerhalb des Hauses verrichteten.

Da er keine Miete mehr von den Bewohnern bekam, alarmierte der Münchner am 10. Oktober kurz vor Mitternacht schließlich die Polizei. Er gab an, in seinem Haus würden sich mehrere Personen illegal aufhalten. Als die Beamten vor Ort eintrafen, fanden sie die oben beschriebenen Zustände und Sachverhalte vor. Das führte dazu, dass der 42-Jährige auch noch Ärger mit der Polizei bekam. Er wurde wegen eines Missbrauchs von Notrufen angezeigt. Außerdem wird geprüft, ob Mietwucher vorliegt.

Die Vorkommnisse wurden der Presse erst am Sonntag erstmals von der Polizei mitgeteilt.

pie

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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