Was passiert mit dem Stadtviertel?

Truderinger Träume: So könnte der Ortskern schon in vier Jahren ausgehen

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Schick und gemütlich soll er werden, der Ortskern von Trudering – mit extra breiten Fußgängerwegen, dunklem Pflaster und einem Brunnen. Das Baureferat will die Pläne noch heuer vom Stadtrat absegnen lassen

Was wird aus Trudering? Das Baureferat hat nun Pläne vorgestellt, wie der Ortskern in vier Jahren aussehen könnte. 

Turdering - Der Truderinger Ortskern soll zum schicken Boulevard fürs Stadtviertel werden. Mit mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer und weniger für Autos. Wann der Truderinger Traum Wirklichkeit wird? Das steht noch in den Sternen. Aber: Das Baureferat will sich den Vorschlag noch dieses Jahr vom Stadtrat absegnen lassen. Geht alles gut, könnten die Pläne nächstes Jahr konkret werden.

„Attraktivität und Aufenthaltsqualität im Ortskern von Trudering leiden massiv unter dem hohen Verkehrsaufkommen“, sagt Johann Wiedemann vom Baureferat bei der Vorstellung der Pläne am Donnerstagabend im Bezirksausschuss. Deshalb soll es hier künftig weniger mobilen Verkehr, dafür mehr Platz für Fußgänger geben. Vor allem der Durchgangsverkehr soll sich verlagern – von der Truderinger- in die Wasserburger Landstraße.

Berliner Landschaftsarchitekturbüro bbz hat schon den Harras umgestaltet

Die Pläne stammen vom Berliner Landschaftsarchitekturbüro bbz, das schon den Harras umgestaltet hat. Sie sehen für die Truderinger Straße zwischen Bajuwarenstraße und Schmuckerweg deutlich breitere Gehbahnen vor. Außerdem soll es künftig extra Fahrrad-Schutzstreifen geben. An der Ecke Max-Rothschild-Straße soll es künftig einen Brunnen mit Sitzmöglichkeiten geben – ein Spiele-Paradies für Kinder.

Aber: Bis der Truderinger Traum wahr wird, gibt es noch viel zu tun „Wir werden noch intensiv mit den privaten Eigentümern über die Realisierung diskutieren müssen“, erklärt Wiedemann. Zudem stellt sich die Frage, wie man den Durchgangsverkehr zwischen Neuperlach und Riem reduzieren will. Denn: Im Münchner Osten gibt es nur vier Nord-Süd-Verbindungen über die Bahngleise: Die ständig verstopfte Unterführung am Berg-am-Laimer S-Bahnhof, den Schatzbogen, die Schmuckerbrücke und die Unterführung an der Schwablhofstraße. Letztere sollte gemeinsam mit der Umfahrung Kirchtrudering Verkehr vom Ortskern ableiten. Doch die Pläne sind ins Stocken geraten. Ob es im Truderinger Ortskern tatsächlich schon 2022 eine schicke Flanierzone gibt, ist also noch ungewiss. 

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Mein Trudering“.

C. Ick-Dietl

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