Unfall auf Baustelle in Riem

Arbeiter rammt sich bei Sturz Gerüstrohr in den Bauch

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Das Foto der Feuerwehr zeigt, wie der 45-Jährige auf einer Schleifkorbtrage mit einem Kran aus der Baugrube gehoben wird.

München - Eine Verkettung von unglücklichen Vorfällen hat auf einer Baustelle am ehemaligen Flughafentower in Riem dazu geführt, dass sich ein 45 Jahre alter Arbeiter ein Gerüstrohr in den Bauch gerammt hat.

Neben dem ehemaligen Flughafentower am Messegelände in Riem entsteht gerade ein Bürogebäude. Ein 45 Jahre alter Arbeiter machte sich nach Angaben der Feuerwehr am Samstag in der 12 Meter tiefen Baugrube an den frisch betonierten Kellerwänden zu schaffen. Er hatte dem Bericht zufolge den Auftrag, sie auszuschälen. Gegen 8.45 Uhr fiel plötzlich ein Schalungsteil um und traf den Bauarbeiter. Dieser stürzte daraufhin so unglücklich, dass er sich dabei ein am Boden liegendes Gerüstrohr in den Bauch rammte.

Die alarmierte Feuerwehr und ein Notarzt mussten dem 45-Jährigen zunächst starke Schmerzmittel einflößen und dann das Rohr mit einer Säge kürzen, damit der Patient überhaupt transportiert werden konnte. Dann wurde der Mann mit einer Schleifkorbtrage und mit Hilfe eines Krans aus der Baugrube gehoben. Anschließend kam er in den Schockraum einer Münchner Klinik. Die Ärzte retteten ihm nach Angaben der Polizei in einer mehrstündigen Notoperation das Leben.

Ermittler konnten laut Polizei später auf der Baustelle feststellen, das die umgefallene Verschalungswand am Freitag in Riem abgestellt, jedoch nicht gesichert worden war. Der Grund: Sie sollte eigentlich zeitnah von einem Kran an einen anderen Ort der Baustelle gebracht werden.

Die Münchner Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

mm

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