Prozess

1860-Fan nach Attacke und Pyro-Dummheit verurteilt

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Andreas E. hatte beim Heimspiel gegen Düsseldorf eine Pyro-Feuerwerk im Fanblock gezündet.

München - Weil er ein Pyro-Feuerwerk gezündet und außerdem einen anderen Fan attackiert hatte, musste sich ein Sechzger-Anhänger vor Gericht verantworten. Ein Stadion wird er so bald nicht mehr von Innen sehen.

Diese Aktion hätte böse ausgehen können! Das Zweitliga-Duell 1860 München gegen Fortuna Düsseldorf am 10. November 2014: Mitten im Fanblock der Sechzger knallt es plötzlich richtig laut, kurz darauf stechen Flammen hervor. Ein Fan hatte beim Montagabend-Spiel ein Pyro-Feuerwerk gezündet und den Böller einige Meter links neben sich auf den Boden geworfen. Und gefährdete damit Hunderte Fans um ihn herum! Denn nach der Explosion entstand im Sechzger-Block eine dicke Rauchwolke.

„Es tut mir leid, ich wollte niemanden gefährden“, sagt Andreas E. (24) rund anderthalb Jahre nach dem Vorfall. Am Donnerstag musste er vor Gericht – die Staatsanwaltschaft hatte ihn wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion angeklagt. Und außerdem wegen gefährlicher Körperverletzung. Bei dem Zweitliga-Spiel hatte Andreas E. nämlich auch einen Fan angegriffen. Bei seiner Verhaftung nach dem Spiel versuchte er laut Anklage noch, einen zweiten Pyro-Kracher wegzuwerfen. Damit kam er aber nicht durch, die Polizisten hatten ihn erwischt.

Wurfgeschosse in Stadien: Bierbecher, Sellerie, eine Katze und Dildos

Wie gefährlich das Feuerwerk ist, haben etliche Fälle in der Vergangenheit gezeigt: Teilweise standen Fans sogar in Flammen, hatten schwerste Verbrennungen oder sind sogar erblindet. Andreas E. musste für diese Gefährdung nun geradestehen: Er erhielt acht Monate Haft auf Bewährung. Außerdem darf er ein Jahr lang kein Fußballstadion mehr betreten.

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