Zwei Wochen lang läuft die Abstimmung

Ja und Nein nah beieinander: Türkei-Wahlkampf in der ehemaligen Arnulfpost

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Mitte April findet das Türkei Referendum statt.

Das Türkei-Referendum geht in die entscheidende Phase: Ab Montag können türkische Staatsbürger in Deutschland zwei Wochen lang ihre Stimmen abgeben.

Update vom 13. April 2017: Am 16. April wird in der Türkei über das Verfassungs-Referendum abgestimmt. Wir sagen wo und wann die Abstimmung im TV und Live-Stream zu sehen ist.

Update vom 4. April 2017: Am 16. April stimmen die türkischen Bürger über das von Präsident Erdogan initiierte Verfassungsreferendum ab. Es könnte eine äußerst knappe Entscheidung werden. Wir haben bereits zusammengefasst, wann es voraussichtlich erste Ergebnisse zum Verfassungsreferendum in der Türkei gibt.

München - Ab Montag können türkische Staatsbürger in Deutschland zwei Wochen lang ihre Stimmen für das Volksbegehren von Staatschef Recep Tayyip Erdogan abgeben. Das Wahllokal für Südbayern ist in der ehemaligen Säulenhalle an der Arnulfstraße 62. Sowohl das „Nein“-Lager als auch die Befürworter des Referendums werden hier gleichzeitig mit Infoständen vor dem Wahllokal Werbung machen.

Bundesweit dürfen 1,4 Millionen Türken ihre Stimme abgeben. Allein in München wohnen knapp 40.000 türkische Staatsbürger. Drei Parteien stehen während der ganzen Zeit mit ihren Ständen direkt an der Hackerbrücke. Anhänger von Erdogans AKP, der Kurden-Partei HDP und der Sozialdemokraten der CHP (letztere beiden repräsentieren das „Nein“-Lager).

Alles, was Sie zum Türkei-Referendum wissen müssen, erfahren Sie hier.

Hitzige Diskussionen werden erwartet

Ist deswegen mit Ärger zu rechnen? „Es wird auf jeden Fall hitzige Diskussionen geben“, sagt Ayhan Yilmaz von der überparteilichen Münchner „Hayir“-Kampagne. Auch Kemal Göktepe von der Kurdenorganisation HDK-A berichtet von heftigen Diskussionen mit Erdogan-Anhängern. „Da wird es schon zu Wortgefechten kommen, aber die Polizei ist da.“

Alle Versuche unserer Zeitung, mit der regierungsnahen Union Europäischer Türkischer Demokraten (UETD) in Kontakt zu treten, blieben unbeantwortet, ebenso Anfragen an das türkische Konsulat in München und die türkische Botschaft in Berlin. KVR-Sprecher Alexander Stumpf erklärt: „Grundsätzlich sind Eskalationen und Ausschreitungen in der politischen Diskussion bezüglich des Für und Wider des Referendums nicht auszuschließen.“ Die Polizei beobachte das Geschehen intensiv. Stumpf weiter: „Es liegen keine konkreten Störungs- oder Gefährdungserkenntnisse zu den angemeldeten Versammlungen und genehmigten Informationsständen vor.“

Video: snacktv

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