Urteil des VGH in München

Türkischer Gewalttäter wird ausgewiesen

München - Ein in Deutschland lebender Türke, der wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden ist, wird ausgewiesen.

Das hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) laut Mitteilung vom Mittwoch entschieden. Damit bestätigte der VGH ein Urteil des Verwaltungsgerichts München.

Der Straftäter hatte dieses Urteil angefochten mit der Begründung, er würde seine in Deutschland lebende minderjährige Tochter dann nur noch selten sehen. Der VGH bestätigte jedoch, dass das individuelle Verhalten des Mannes gegenwärtig eine „tatsächliche und hinreichend schwere Gefahr“ für die Gesellschaft darstelle, so dass eine Ausweisung verhältnismäßig sei. (Az. 10 ZB 11.1227)

Angesichts der Schwere der Straftat und der von dem Mann ausgehenden Wiederholungsgefahr sei es ausnahmsweise hinzunehmen, wenn die persönlichen Kontakte zwischen ihm und seiner Tochter nur noch durch Briefe und Telefon sowie gelegentliche Besuche aufrechterhalten werden könnten.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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