"Oh mein Gott, oh mein Gott!" Panik auf Flug 429

New York/München - Bei plötzlichen Turbulenzen sind auf einem Lufthansa-Flug über dem Atlantik auf dem Weg nach München mehrere Menschen verletzt worden.

Bange Stunden für 238 Lufthansa-Passagiere auf dem Weg nach München: Auf dem Flug LH429 von Charlotte (North Carolina/USA) in die Landeshauptstadt kam es zu heftigen Turbulenzen in mehreren tausend Metern Höhe. Die Maschine musste in Boston zwischenlanden. Verletzte wurden ins Krankenhaus gebracht.

Horror über den Wolken!

Das Flugzeug, ein Airbus vom Typ A340-600, wurde nach Angaben amerikanischer Medien von Ausläufern des Hurrikans Ophelia durchgeschüttelt. Genau wie ein anderer Flug, der aus Puerto Rico kam. „Plötzlich flog mein Kaffee durch die Luft, alle fingen an zu schreien“, berichtet ein schockierter Augenzeuge. In Boston musste die Lufthansa anderthalb Stunden warten, bis das Wetter sich beruhigte.

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„Ich sah das Flugzeug immer weiter sinken und dachte nur: Oh mein Gott, oh mein Gott!“, sagte ein weiterer Passagier dem Bostoner Fernsehsender WCVB. Die gefährlichen Turbulenzen - sie kamen urplötzlich, schleuderten im Gang stehende Passagiere umher. Selbst wer angeschnallt war, wurde gegen die Sitze geschleudert. Insgesamt elf Passagiere erlitten leichtere Verletzungen und Platzwunden an Kopf, Rücken und Genick. Zwei Ärzte an Bord kümmerten sich um die Verletzten, drei Passagiere konnten nicht weiterfliegen und mussten ins örtlichen Krankenhaus eingeliefert werden. Weitere Verletzte wurden später in München ärztlich versorgt.

Offiziell waren „Luftströmungen“ die Ursache für den Ruckel-Flug. „Das war ein Vorfall, wie er im Luftverkehr vorkommen kann“, sagt Patrick Meschenmoser von der Lufthansa. US-Medien berichten dagegen von „extremen Turbulenzen“. Denn: Zur Flugzeit tobte der Hurrikan Ophelia über die kanadische Küste Neufundlands, die der Airbus in der Luft durchquerte.

Mehrere Fluginsassen berichten sogar von Todesangst, als sie durch die Luftlöcher rumpelten. So wie dieser: „Plötzlich wurde die Maschine nach unten gezogen und ich nach oben. Mich hat es fast aus dem Sitz gerissen! Ich dachte, jetzt ist es aus mit mir.“ So schlimm kam es zum Glück nicht. Am Montag um 13.52 Uhr landeten die Passagiere schließlich in München, im Gepäck einen gehörigen Schrecken.

A. Thieme

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