Apartment für Falken

Wie die Feuerwehr Wohnraum schafft

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Die Feuerwehrmänner waren mit vollem Einsatz dabei.

München - In 40 Metern Höhe löste die Höhenrettungsgruppe der Münchener Berufsfeuerwehr am Montag Ziegelsteine aus dem Ostturm der Pfarrkirche St. Maximilian. Aber warum?

Es war ein etwas anderer Einsatz für die Höhenrettungsgruppe der Münchener Berufsfeuerwehr. Am Montag war sie an der Pfarrkirche St. Maximilian tätig. Aber warum? Stadtpfarrer Rainer Maria Schießler erklärt: "Im Ostturm der Kirche wäre Platz für Turmfalken, aber bei einer Renovierung wurden sinnigerweise die Luken zugemauert. Die Feuerwehrmänner haben die Ziegelsteine jetzt entfernt."

Im Westturm können die Falken noch nisten

Im Westturm können die Vögel noch nisten, was Schießler sehr begrüßt.  "Man merkt schon, wie wichtig die Falken sind. Durch sie habe ich viel weniger Probleme mit den Tauben."

Die Idee für den Einsatz der Gruppe hatte Markus Bauer , ein guter Freund von Schießler. Bauer ist selbst Feuerwehrler und gleichzeitig Falkner. Er wird auch die neuen Nistkästen bereitstellen, denn die alten taugen nicht mehr, erzählt der Pfarrer. "Auf keinen Fall. Sie waren ja 20 Jahre nicht zugänglich. Bei den neuen wird es dann sogar noch eine Glasscheibe geben, damit man sehen kann, was los ist."

Einzug für 2014 geplant

Bis die ersten Falken in den Ostturm einziehen, wird es aber noch ein Jahr dauern. Momentan suchen und bauen sich die Vögel nämlich schon ihre Nester. "Aber sie merken sich geeignete Plätze, also könnten sie 2014 um diese Zeit schon einziehen", berichtet Schießler.

Neues Zuhause für Turmfalken

Neues Zuhause für Turmfalken

Die Feuerwehrmänner waren über vier Stunden im Einsatz. Mit der Hebebühne gelangten sie zu den eingeschlossenen Nistkästen, teilweise mussten sie sich aber auch vom Turm abseilen. "Es hat ihnen aber auf jeden Fall Spaß gemacht", weiß Schießler.

akl

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