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tz-Aktion: Umfrage & Gewinnspiel

Typisch München: Wer kann sich das noch leisten?

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Münchner Extreme: Der Luxusturm The Seven in der Müllerstraße (l.) und das Bettler-Camp in Neuperlach.

München - Was macht unsere Stadt so stark und unverwechselbar? Die tz will es genau wissen. Da­rum fragen wir in unserer neuen Serie die größten München-Kenner – nämlich Sie, liebe tz-Leser! Thema heute: Arm und Reich.

Was macht unsere Stadt so stark und unverwechselbar? Sind es die guten Jobs, die Lage mit Seen und Bergen in Sichtweite, ist’s unsere Lebensart? Oder nehmen die Schattenseiten Überhand – die Mega-Mieten und die Schere zwischen Arm und Reich? Machen Sie bei unsrer Umfrage mit und gewinnen Sie tolle Preise! Die Agentur-Gruppe Serviceplan und die Münchner Markenberatung Biesalski & Company betreuen die Serie. In dieser Woche ­beleuchten wir die wichtigsten Aspekte der Stadt. Thema heute: Arm und Reich.

Die Stadt der Extreme: Auf der einen Seite gibt es Münchner, die für eine Wohnung fünf Millionen Euro ausgeben – zum Beispiel für 200 Quadratmeter im Luxusturm The Seven in der Müllerstraße. Auf der anderen Seite leben Menschen in unserer Stadt, die sich mit Betteln oder als Wanderarbeiter über Wasser halten – und die zunehmend in Camps in Parks oder an der Isar hausen.

Umfrage über München: Gewinnen Sie tolle Preise

Was macht unser München so stark? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit! © picture-alliance/ dpa
Traum-Fernreise, Handy-Neuheiten und, und, und … Machen Sie mit und gewinnen Sie! Unter allen Teilnehmern der Umfrage, die ihre Adresse angeben, verlosen wir Wahnsinns-Preise. Das sind unsere Preise: © 
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Ronald Focken. © 
Alexander Biesalski. © 

Soziales 

Hartz IV-Empfänger: 75.279 (+3% seit Ende 2013)

Sozialhilfeempfänger: 20 888 (darunter 13.508 Senioren, Prognose 2020: 24.000!)

Wohnungslose: 3724

Obdachlose: 550

Schuldnerberatungen: 5820 Familien in ganz 2013, bis Mitte 2014 schon 4391!

Quelle: Steuerungsbericht Sozialreferat

Wer kann sich die Stadt noch leisten? Es war das Vermächtnis eines scheidenden Oberbürgermeisters. Alt-OB Christian Ude (66, SPD) hat zum Ende seiner Amtszeit mehrfach davor gewarnt, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft. In der tz beklagte er die „Hemmungslosigkeit der oberen Zehntausend, die sich immer mehr unter den Nagel reißen“. In der Stadt sind es mittlerweile die oberen Hunderttausend. Rund 111 000 Münchner gelten als reich, weil sie als Single mehr als 3334 Euro netto im Monat haben oder als Familie mit zwei Kindern mehr als 7000 Euro netto. Tendenz steigend.

Gleichzeitig wächst die Zahl der Armen: Galten 2005 noch 158 460 Münchner als bedürftig, waren es im jüngsten Armutsbericht schon 203 800 Menschen. Und das Sozialreferat rechnet bis zum Jahr 2020 mit einer Verdopplung der Altersarmut auf 24 000 Senioren und vor allem Seniorinnen mit Stütze.

Beide Extreme hängen zusammen: Die Superreichen und Großinvestoren überbieten sich auf der Suche nach einem sicheren Depot für ihre Millionen bei den Immobilien. Um dazu noch einen ordentlichen Profit herauszuschlagen, rufen sie horrende Mieten auf. Die wiederum können sich die vielen Spitzenverdiener auch noch leisten, doch die einfachen Münchner mit einfachen Münchner Gehältern schauen in die Röhre. Der Serviceplan-Personalchef Jens Plath sieht darin – in abgemilderter Form – ein bundesweites Problem und warnt: Wenn das so weitergeht, können sich normale Angestellte das Leben in der Stadt nicht mehr leisten. Willkommen in der Stadt der Erben und Spekulanten!

David Costanzo

Umfrage: Jonas Regauer

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