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So hart arbeiten die Münchner

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München - Was macht unsere Stadt so stark und unverwechselbar? Die tz will es genau wissen. Da­rum fragen wir in unserer neuen Serie die größten München-Kenner – nämlich Sie, liebe tz-Leser! Thema heute: Wirtschaft.

Was macht unsere Stadt so stark und unverwechselbar? Die tz will es genau wissen. Da­rum fragen wir in unserer neuen Serie die größten München-Kenner – nämlich Sie, liebe tz-Leser! Was macht die Stadt aus: Sind es die guten Jobs, die Lage mit Seen und Bergen in Sichtweite oder unsere Lebensart? Was ist für Sie typisch München? Machen Sie mit und gewinnen Sie tolle Preise! Für unsere neue Umfrage konnten wir zwei renommierte Partner gewinnen – die Agentur-Gruppe Serviceplan und die Münchner Markenberatung Biesalski & Company. In dieser Woche beleuchten wir die wichtigsten Aspekte der Stadt – auch die Schattenseiten. Thema heute: Wirtschaft.

So hart arbeiten die Münchner

München steht immer oben: Das gilt nicht nur in der Bundesliga, sondern auch in allen Wirtschaftstabellen. Platz 1 im „Städteranking 2013“ der Wirtschaftswoche. Platz 1 im europäischen Immobilien-Ranking von PricewaterhouseCoopers. Platz 2 im „Prognos Zukunftsatlas 2013“ des Handelsblatts – gleich nach dem Landkreis München. Den Erfolg haben sich die Münchner hart erarbeitet: In der Stadt gibt es Spitzenjobs, Spitzengehälter, aber auch Spitzenbelastung der Angestellten!

München ist ein Magnet: Microsoft zieht mit 1800 Mitarbeitern in die Stadt, BMW verdoppelt sein Forschungszentrum FIZ fast mit weiteren 15 000 Hightech-Jobs. Es geht um Wissen und Innovation. „Heute ist entscheidend: Wo bekommt man die besten Leute her, die besten Köpfe, die besten Talente“, sagt Serviceplan-Hauptgeschäftsführer Florian Haller (46). Und wie bekommt man die? Lohn und Lebensqualität!

Umfrage über München: Gewinnen Sie diese Preise

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Was für ein Aufschwung: Mehr als 750 000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gibt es in der Stadt. In den vergangenen fünf Jahren sind fast 75 000 dazugekommen – das reicht, um einer Stadt wie Regensburg Vollbeschäftigung zu bescheren!

Wer gute Leute braucht, muss auch gutes Geld zahlen – allein, um höhere Mieten auszugleichen. Nach dem Gehaltsatlas 2014 des Portals Compensation-Online überweisen Münchens Bosse die höchsten Gehälter – plus 14,2 Prozent über dem Schnitt. Da viele Löhne an Tarife gebunden sind, liegt das Plus bei den verhandelbaren Gehältern sogar noch deutlich höher! Die Prognose: mehr Jobs, mehr Geld – mehr Zugereiste …

Doch auch diese Medaille hat zwei Seiten. Mehr als jeder vierte Münchner arbeitet oft oder häufig auch am Wochenende, mehr als jeder Dritte regelmäßig auch zwischen 18 und 23 Uhr. Das ergab eine DGB-Studie. Zwei Drittel der Befragten in München beklagen Stress und Zeitdruck am Arbeitsplatz, bundesweit sagt das nur die Hälfte. Münchens Bosse erwarten offenbar auch mehr fürs gute Geld.

Serviceplan-Boss Haller hat noch eine Erklärung: „München hat sich verdichtet. Allein durch den Verkehr ist mehr Druck entstanden, mehr Nervosität, alles ist ein bisschen stressiger geworden.“ Und das wird noch zunehmen. München kann in seinen engen Grenzen nicht endlos wachsen – Gleise und Straßen werden immer voller, Wohnungen immer umkämpfter, die Mieten explodieren. Und die Wirtschaft braucht Platz: Wo BMW nun sein Forschungszentrum erweitert, hatte die Stadt einst 1400 Wohnungen geplant.

Haller warnt, dass München auch am eigenen Erfolg scheitern kann: „Wir brauchen die zweite Stammstrecke, wir brauchen das ein oder andere Tunnelprojekt, und wir sollten uns tunlichst überlegen, ob wir weiter eine dritte Startbahn ablehnen. München hat die Tendenz, sich als kuscheliges Dorf sehr wohlzufühlen. Wir dürfen nicht zu selbstzufrieden werden.“

David Costanzo

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