9000 falsche Viagra-Pillen beschlagnahmt

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Dies gefälschten Viagra-Pillen hat der Zoll am Flughafen sichergestellt.

Flughafen - Tausende rautenförmige, blaue Tabletten haben Zöllner am Flughafen München bei einer Röntgenkontrolle der Luftfracht aus Asien gefunden. Dann schlugen die Fahnder zu. 

Ein ganzer Karton voller kleiner Lustspender sollte unter der Nase der Münchner Zöllner nach England geschmuggelt werden. Doch die Beamten fischten die verdächtige Post aus der Frachtabfertigung. Das Ergebnis: 9000 gefälschte Viagra-Pillen lagern jetzt in der Asservatenkammer des Flughafens. Ihr Wert: knapp 60 000 Euro.

Die Lust-Ladung aus Asien war adressiert an eine Privatperson in England, berichtet der Pressesprecher des Hauptzollamts, Martin Brandlhuber. München sollte eigentlich nur ein Zwischenstopp für die Schmuggelware sein, wurde aber zur Endstation. In einer Schachtel – so groß wie vier Schuhkartons – waren die blauen Pillen verpackt. Die Zöllner schickten das Paket durch die Röntgenkontrol­le, und prompt blitzten die Pillen mit der verdächtigen Rautenform auf dem Bildschirm auf. Die Beamten zückten ein Messer, schnitten die Schachtel auf, und heraus purzelten Hunderte kleine Medikamentenverpackungen.

Der Absender der Pillen wird wohl ungeschoren davonkommen. Dem Empfänger in England droht dafür ein Verfahren wegen Marktpiraterie und Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz. Denn selbst der sportlichste Lustmolch wird 9000 Sex-Pillen kaum zum Eigengebrauch bestellen. Laut Brandlhuber geht es um gewerblichen Handel, vermutlich per Internet. Mit Viagra lässt sich gut Geld verdienen. Der Zoll stellt jedes Jahr Tausende der kleinen, blauen Pillen sicher. Anschließend werden sie geschreddert und verbrannt.

Tom

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