"Auf Minga auffi"

Wia der Bayer in sei Hauptstod kimmt

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Ob Minga, München, Miicha oder Münche: A jede Gengad hod sei Oart, wia ma in dHauptstod kimmt: auffi, nauf, nei, num, no – so wia ma hoid amoi wohnt.

Minga - Vui Völka lebn im Frei-stood: Bayern, Schwom und Frankn, und de teiln si oisam de oane Hauptstod. Doch wia kimmt ma do hi?

Dieser Text stammt aus der tz-Ausgabe vom Freitag, 21.02.2014, die komplett auf Bairisch erscheint. Die Erklärung dazu lesen Sie hier, mehr Texte finden Sie auf dieser Übersichtsseite.

Da Niederbayer fahrt „auf Minga auffi“, des is geografisch aa korrekt, de Isar fließt ja aa umkehrt obi. De kurze Form vo „Minga“, de vo dem stoa-oidn Wort „Munichen“ kimmt, werd in da Hauptsach im Unterland verwendt, weil se de Leit do aufm Foid oiwe öfters gsegn ham und mehra gredt ham mitanand ois wia im Gebirg. Des nennt si „Sprachökonomie“.

Der Freisinger oder Ingolstädter fahrt nach München „nauf.“ De Stodara selba und de Leit in da Gengad umadum sogn seit so a hundad Jo­­ar gstelzt „München“. Worum ma im Ostn vo Oidbayern „auffi“ und im Westn „nauf“ sogd? „Auffi“ kimmt vo „aufhin“, wos desselbe is wia „hinauf“, bloß de Silbn san umdraht. Der Garmischer wiederum fahrt „nach Minchn nei“, während der Penzberger schlicht „z’Min-ga“ sogt. Und wos macht der Oberpfälza? Der fahrt „auf Miicha obe“.

Der Schwob fahrt übigens „nach Mincha num“ – über den Lech oiso. Und der Unterfrank schaut oafach auf sei Landkartn und fahrt „nach Münche no“.

Da Welte Hons

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