Bairisch peinlich? Überhaupt ned

Dialekt: Des sogn Rummenigge, Schuhbeck und Bierofka

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Karl-Heinz Rummenigge (v.l.), Alfons Schuhbeck und Daniel Bierofka.

Minga - A echter Münchner geht ned unter – so wia da Wiener aa ned. Grad des Münchnerische und überhaupts des Bairische kimmt besser o bei den Andan (mia sogn jetzt ned: den Saupreißn) als je zuvor.

Auf derer Seitn hamma an Haffa Prominente aus da Stod für Sie gfrogt, warum sie aa in da Öffentlichkeit so redn, wia eana da Schnabl gwachsn is. Und da Karl-Heinz Rummenigge deaf aa O-Ton redn – awa immerhi versteht er Bairisch. Lang gnua isa ja do …

„Ich habe gelernt, die Bayern zu verstehen“

In all den Jahren habe ich nicht gelernt, Bairisch zu sprechen – aber ich habe ­gelernt, es zu verstehen. Ich habe sogar einen bairischen Lieblingsausdruck, und der ist natürlich: Mia san mia. Manchmal fluche ich auch auf Bairisch – mit dem Wort Depp. Ich freue mich schon sehr, beim Frühstück die tz auch auf Bairisch zu lesen.

Karl-Heinz Rummenigge, da Voastandsvoasitzende vom FC Bayern

„Bairisch hod am meisten Seele“

Bei uns in Traunstoa hod ma in da Schui no Bairisch gredt – des war vor 50 Johr. Do is ma no schiaf ogschaut worn, wenn ma Hochdeitsch gredt hod. I red bloß Bairisch. Wenn i Hochdeitsch red, dann denk i anders – und ko nimmer so witzig und charmant sei, wia ma des von uns Bayern kennt. Das Scheene am Bairischen is aa, daß mia in oam Satz wos sogn kenna, wo andere a ganze Seitn braucha. Olle Leit, de Bairisch redn kenna, kenna froh drum sei – weil Bairisch der Dialekt is, der am ollermeisten Seele hod.

Alfons Schuhbeck (64), Starkoch

Mundart redn? Bloß, wers ko!

Haag

Mir is total wurscht, ob ma mei Bairisch versteht oder ned. Mir is mei Dialekt überhaupt ned peinlich. Wenns sei muaß, soi ma mi im Fernsehn mit Untertitln auf Hochdeitsch sendn. Des ham die Tagesthemen bei meim Interview auf der letzten Wiesn wirkli gmacht! I laß mi ned verbiagn. I laf a unterm Johr in Tracht durchd Stod. D Leit schaugn di o wia an Idiotn. Aber des is mir wurscht, mir san ja in Bayern! Wer koa Bairisch ko, der sois a ned probiern. Aufgsetzts Bairisch wia bei der TV-Serie Dahoam is Dahoam is furchtbar.

Toni Roiderer (69), Wiesnwirte-Sprecher 

Bei Oma und Opa red i Bairisch

So richtig Bairisch red i eigentli nur bei meiner Familie – bei meina Oma, meim Opa und bei meine Eltern. Und in der Mannschaft kimmts scho aa amoi vor – mit Basti, Philipp und a paar Leit von den Physios. Da­hoam mit meiner Frau eher wenicha. Reines Hochdeitsch würd i des zwar aa ned nenna, awa es is ned so voglwuid.

Thomas Müller, Fuaßballa beim FC Bayern

In da Stod bist ja fast scho a Exot

Ired Münchnerisch, weil des einfach mei Sprach is – weil i mi damit am bestn ausdrucka ko. Dahoam bei da Familie sowieso, awa aa in da Mannschaft. Mir san bei de Profis insgesamt sechs Spiela, de Boarisch redn. Bei de Zuagroastn wia am Kai Bülow oda am Trainer muaß ma ­natürlich a bissal Rücksicht nemma, ­trotzdem haut des wunderbar hi. Schod, dass ma as ­Bairische imma weniga hert. I merks bei unsane Kinda. In da Stod bist ja fast scho a Exot, wennst Bairisch redst.

Daniel Bierofka, Fuaßballa bei de Sechzga

Warum sind unsere Mülleimer genoppt? 38 kuriose München-Fakten

Hätten Sie gewusst, liebe Leser, dass auf dem Deckenfresko in der Heilig-Geist-Kirche am Viktualienmarkt eine Brezn gemalt ist? Nein? Dann sind Sie beim Buch "Unnützes Wissen – München" genau richtig © Emons Verlag
Das Autoren-Duo Mireal und André Stanly – sie echte Münchnerin, er Zuagroaster aus Wien – hat 711 skurrile und spannende Fakten über unsere Stadt zusammengetragen. Stand: 2011. Wir präsentieren einige davon – wer alles wissen will: ab sofort im Buchhandel. Unnützes Wissen ist bei Emons erschienen (192 Seiten, zahlreiche Farbfotos, 12,95 Euro). Viel Spaß! © Emons Verlag
1. Alle Entfernungs-Angaben zu München auf Bayerns Autobahnen beziehen sich auf die Mariensäule. © dpa
2. Wenn man das gesamte Straßennetz der Stadt per Taxi durchqueren würde, dann müsste man etwa 3460 Euro löhnen. © dpa
3. In München gibt es 10 962 Künstler, in der Kulturwirtschaft sind 40 140 beschäftigt. © dpa
4. Rund 40 000 Tauben bevölkern München. © dpa
5. Durch Falschparker nimmt die Stadt im Jahr zirka 10,5 Millionen Euro ein. © dpa
6. Seit Thomas Seehaus (Symbolfoto) ist München Millionenstadt: Er kam am 15. September 1958 zur Welt. Eltern: Hubert (Kaminkehrermeister) und Brigitte aus Pasing. © dpa
7. Die Dienstumkleide-Kabinen der Polizeiinspektion 22 am Prinzregentenplatz befinden sich im ehemaligen Schlafzimmer Adolf Hitlers. © Kurzendörfer
8. In den U-Bahnhöfen Odeons- und Goetheplatz laufen seit dem Jahr 2000 ununterbrochen zwölf Klassik-Stücke – in einer 300-Minuten-Schleife. © Kurzendörfer
9. Der FC Bayern hat auf Facebook über sechs Millionen Fans – das sind mehr als die nachfolgenden zehn deutschen Fußballclubs zusammen. © dpa
10. 2011 zogen 112 947 Menschen nach München – Rekord der vergangenen 20 Jahre. © dpa
11. Eines der beiden Uhrenblätter am Isartor (hier das "andere") ist verkehrt herum angebracht. Das ist europaweit einmalig! © Schlaf
12. Die Abfalleimer sind genoppt, damit Wildplakatierer keine Chance haben. © Kurzendörfer
13. Würde man eine Linie zwischen dem Nordturm der Frauenkirche und dem Turm der Heilig-Geist-Kirche verlängern, würde sie genau nach Mekka führen. © dpa
14. Bei uns leben 30 828 Hunde, die täglich sechs Tonnen Hundekot erzeugen. © dpa
15. Eine Wiesnmass hat etwa so viel Alkohol wie acht Schnäpse. © dpa
16. Die Ziegen, die das Leder für neue Lederhosn für die Wiesn liefern, haben in Indien oder Pakistan gegrast. © dpa
17. In Hella­brunn sind 19 183 Tiere. © Tierpark Hellabrunn
18. Der kleinste Friedhof steht in Neuhausen und hat 175 Grabstätten. © Haag
19. Die laufenden Füße und die Augen des Tatort-Vorspanns wurden am Flughafen München-Riem gedreht. © dpa
20. Der Wolfsbrunnen am Kosttor zeigt Rotkäppchen und den Wolf, weil dessen Stifter Adolf Wolf hieß. © Emons Verlag
21. Die Klingel gehört zur Burschenschaft Stauffia (Stollbergstr. 16). © Emons Verlag
22. Das Wiesn-Riesenrad war das erste weltweit mit „Zacken“ – also außen aufgehängten Gondeln. © dpa
23. In den insgesamt 53 Pflegeheimen der Stadt liegt die Männerquote nur bei 21 Prozent. © dpa
24. Das nicht anerkannte, selbsternannte Fürstentum Seborga (Italien, 323 Einwohner) hat ein Konsulat in Bogenhausen. © Symbolfoto: dpa
25. München liegt südlicher als Wien (Foto). © dpa
26. Die erste Aufgabe des ersten namentlich bekannten Henkers Münchens, „Magister Haimpert“: Er hängte seinen Vorgänger (14. Jh.). © dpa
27. Die Frauenkirche war das erste deutsche Fotomotiv. © dpa
28. Die Knetmasse wurde im Jahr 1880 vom Münchner Apotheker Franz Kolb erfunden. © dpa
29. Die US-Hardrockband Mötley Crüe hat extra zwei Umlaute in ihren Namen einbauen lassen, weil Löwenbräu ihr Lieblingsbier ist. © dpa
30. Die Blattschneiderameise (Symbolfoto) Resi ist mit fünf Millimetern Länge das kleinste Tier Hellabrunns. © dpa
31. 248 Einwohner Münchens sind über 100 Jahre alt. © dpa
32. Früher verwendete man in einigen deutschen Gegenden das Wort „münchen“ für kastrieren. © dpa
33. Jeder Baum der Stadt muss eine Grundfläche von 24 qm und eine Mindestbreite von drei Metern zur Verfügung haben. © düa
34. Jimi Hendrix erfand sein Gitarrenschrotte am 9.11.66 in Schwabing ("Big Apple") © dpa
35. Eine über 300 Jahre alte Linde am Westfriedhof ist der älteste Baum der Stadt. © Jantz Sigi
36. Zur Wiesn-Zeit fahren die Rolltreppen schneller. © Schlaf
37. Die Monatsmiete der Tiefgarage im neuen Palais an der Oper kostet so viel wie der Hartz-IV-Monatsregelsatz: 375 Euro. © Schlaf
38. In München gibt es 50 000 leere Grabstätten. © Symbolfoto: Jantz

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