Seit 45 Joahr

Da Oba-Nikolaus frotzlt de Großn und de Kloana

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Da Prell Dietmar ois heiliga Nikolaus bsuacht de Bravn und de ned ganz so Bravn.

München - Am Samstag gibt es in der tz immer eine Seite nur auf Bairisch. Dieses Mal dreht sich das Thema um den Oba-Nikolaus.

Seid 45 Joahr kimmd er in Minga scho zu de Bravn und de ned ganz so Bravn. Da Prell Dietmar hod in seina Laufbahn ois äiddesda Nikolaus in Minga scho ois gsehng. Jetzad hod er se säibstständig gmacht und tritt ois Frotzl-Nikolaus auf Weihnachtsfeian und Firmenevents auf. Ogfanga hod er aba a amoi ganz gloa 1970 beim Studentnschnäidienst im Arbadsamt Minga in da Leopoldstrass. „I woaß no genau, wia des war, wia i ois Nikolaus vorgsprocha hob“, sogt Prell. „Da Mitarbeidda vom Arbadsamt Minga, da Weldbiehler Ruppert, hod bloß gsogt: ‚Groß, pädagogisch und boarisch – des basst!‘ Seitdem bin i ois Nikolaus unddawegs.“

Dodamid war da Prell oana vo zehne, de fian Studentndienst in da stadn Zeit ois Nikolaus beschäftigt warn.

Zerst hod da Prell aba schaung miassn, dass er a saubas Nikolausgwand zurabringt. „Ganz wichtig is, dass da Nikolaus ois heiliga Bischof ozong is. De Coca-Cola-Weihnachtsmänna ham bei uns nur ‚Rode Radla‘ ghoassn“, sogt Prell.

Aba des Gwand is no lang ned ois, wos an guadn Nikolaus ausmacht. Bsondas stoiz is da Prell Dietmar auf sein echtn Nikolausbart. „Bis so a Bart amoi gscheid ausschaugt und fia an Nikolaus daugt, dauert des drei Monat. I loss mein Bart scho imma ab Ende Septemba oda Anfang Oktoba steh.“

Da Prell Dietmar moand aa, dass a echta Bart no mehra Vorteile hod: „Do gibts bei de Kinda glei gar koa Diskussion, ob da Nikolaus echt is, wenn da Bart echt is. Außadem werd da echte Bart ned so leicht vom Rotwein dreckad. An Foischn muasst dann wegschmeißn, den griagst nimma sauba.“

Wenn dann da Nikolaus sauba aussabutzt is, kon er zu de Kinda kemma. Wia des oblaffd, woaß Prell ausm Effeff. „Zerst frogst de Kinda, obs wissn, wer da heilige Nikolaus übahaupt war. Dann vazäist de Gschicht vom Nikolaus. Dann kimmt Lob und Tadl und am Schluss gibts de Sackal mit de Gschenke.“

Beim Lob und Tadl hod da Prell Dietmar aba sein eigna Stil gfundn: „I bin ja a überzeigta 68er. Des war fia mi scho komisch, dass Eltern ihre Kinda von am Fremdn denunziern lossn. Desweng is mei Regl: dreimoi Lob, oamoi Tadl. Dann langts aa scho wieda.“ Prell glabt fest dro, dass de Eltern aa in da Pflicht san, wenn de Kinda in da Schui bessa wern soin. „Wenn i auf meim Zettl vo de Eltern lies, dass des Kind in da Schui bessa in Deitsch wern soi, du den Zeddl aba vor lauta Rechtschreibfähla nimma lesn konnst, derfan se de Eltern ned wundan.“

Inzwischn kimmt Prell nimma zu Familien und zu kloane Kinda hoam. De ganze Weihnachtszeit tritt er nur no ois Höhepunkt vo Firmen- und Weihnachtsfeian auf. „I ko a brava, heiliga sei, aba de Leid meng mi liaba, wenn i a gfrotzlata Nikolaus bin, der de Großkopfadn a bissal dableckt.“ A boar Termine des Joahr hod da Prell Dietmar no frei. Wer buchn mog, muaß unta da Telefonnumma 089 78 33 94 oruafa oder schreibt a elektronischs Briafal an dietmar.prell@t-online.de

De Brückl Sarah

De wuidastn Sachan bassiern

Des ko fast koa Mensch glam, wos da Prell Dietmar ois Nikolaus scho ois erlebt hod. De wuidastn Gschichtn san eahm scho bassiert: „Oamoi bin i vo oana großn Firma bucht worn. Des Problem war, dass da Chef wos ganz wos bsondas woidd. I hobn gfrogt, wos a davo hoitn dad, wenn i ois Osterhos anstatt ois Nikolaus kemma dad“, sogt Prell. Da Vorschl­og hod eahm gfoin. De Überraschung war groß, wia da Prell Dietmar dann im Hosn-Kostüm rohe Eier anstatt Niko­laussackal vateilt hod. „De Leid ham se fast nimma eigriagt.“ Des is aba no ned as End vo dera Gschicht. „Vor lauta Alkohol hom de Gäst nacha ogfanga, a Eierschlacht zum macha. Da Wirt war ganz schee o-gfressn.“ Des Drama mit dem Lama is aa no so a wuide Gschicht: „I bin für a Café ois Kindaübaraschung bucht worn. I häd auf am Lama neireitn soin. Des hod ned gscheid highaun, weil des Lama auf de Fliesn ausgrutscht is und dann san ma olle zwoa am Bon gleng. De Kinda warn fast nimma zum beruhign.“ Einsame Hausfraun buchan aa gern an Nikolaus. „Do hoaßts dann am Telefon, dass da Nikolaus groß und attraktiv sei soi und si für danoch nix mehr vornehma braucht“, sogt Prell. „Do woaßt dann aa wos los is. Aba sowos kummt ned so oft voa.“

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