Warum ma mia weida macha

tz-Chef: Jetzt ziagn ma a bairische Seitn auf

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Chefredaktör Rudi ­Bögel kos ned glaubn, wia via Post mia noch unsera Bairisch-tz kriagt ham.

Minga - Wei unsare bairische Zeidung vo letzta Wocha so guad okemma is, homma uns denkt, dass ma vo jetzad o oamoi pro Woch a barische Seitn mocha. Warum ma mia weida macha, erklärt da Chef.

Wissen S, wos des Scheenste is fia an Chefredaktör? Wenn oan da Lesa aa noch 30 Joah ois Journalist und nach 11 Joah bei da tz no überrascht. Und aso is des aa bei unserer Bairisch-Ausgab gwesn. Gor nia net hätt i mia denkt, dass do a soichane Leserbriaf-Lawine auf uns zuakimmt. Sie werns ja glesen ham. Aber des, wos mia in da Zeidung druckt ham, is hächstns a Zehntel gwesn vo dem, wos bei uns per Briaf oder E-Mail eitrudelt is. Ja, mi hosd ghaut.

Apropos ghaut. A boa Lesa san scho a bissl zintig gwesn, weil des scho aa wohr is: Bairisch redn ist für den, ders ko, leicht. Bairisch schreibn is do scho schwieriger, i merks ja selba! Aber Bairisch lesn is scho fast a ganz varreckte Sach. Vielleicht, weil mas nimma gwohnt ist. Auf jedn Foi braucht ma länger zum Lesn. Sois sei, wias mog. A boa Einheimische und Zuagroaste ham se beschwert. Und mia ham do aa, ehrlich wia ma san, a boa soichane Briaf obdruckt. Fia de ollameistn Lesa is des aber a pfenningguade Sach gewsn.

Jetzt san mia vo da tz voi dringsteckt in da Zwickmui und ham überlegt: Wos soidd ma doa? Und wos ma dean, des segts jetza do: Weidamacha dean ma, weils Eich, liabe Lesa, aso gfoin hod. Zerscht amoi oiwe jedn Samsdog auf oana Seitn. A Seitn vo Bayern, für Bayern über Bayern, und zwar auf Bairisch gschriebn. A ganz Seitn, 52 Moi im Johr.

Do wern ma scheene Gschichtn aus unserer Hoamat und über an Haufa bayerische Originale aufschreibn. Dann gibt’s in der Meldungsspoitn quasi unsern Wochenrückblick aus bayerischer Sicht, und a jedsmoi steijn ma an Bayern der Woch vor. Und fia Eich, liabe Lesa, gibts aa wos zum doa: Schickts uns Eia bairischs Lieblingswort! Und wenns wos is, wo ma nimma so genau woaß, wo des Wort eigentlich herkimmt, dann schauma mia, ob mas rauskriagn.

A Beispui: Wenn ma sogt, oana is a bsuffas Wogscheitl, dann ist des a scheena Vergleich, weil ma damit sogn wui, dass oana bsuffa durch Gegnd schwankt … Und des kimmt wieda vom „Wagscheit“, oiso dem Hoiz, wo am End d Viecha beim Gspann ogschirrt wern. Und des wackelt hoid wiar a Bsuffana.

Ihr segts oiso: Bairisch ist ned bloß a Dialekt. Des is a eigne Sprach mit a eigna Gschicht, und des woin ma mia wiedabelebn. Trauts Eich, redts wieda mehr Bairisch. Weil mia san ned bloß mia, sondern schreibn uns aa uns …

Da Bögel Rudi

Machas doch mit!

Unsa neie Bairisch-Seitn: De ­woima fei ned alloa macha. Mia ­daadn uns gscheid gfrein, wenn aa Sie a bissl middoa daadn. Vui Arbad waars ned. Schickas uns doch einfach a ­bsonders scheens bairischs Wort – und mia schaugn nacha, dass ma rauskriagn, wo des herkimmt und wos des genau hoaßt. Oder Sie kennan oan, ders wert waar, dass man ois Bayern der Woch vorsteijn. Sie kennan uns sein Nama und sei Gschicht per E-Mail ­herschicka, d Adress waar lokales@tz.de. Wenns liaba auf Babier sei soi: D Anschrift is tz-Lokalredaktion, Paul-Heyse-Strass 2-4, 80336 Minga.

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