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Brand in der Münchner Altstadt

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Die SZ-Baustelle am Färbergraben: Dieser Anblick verschlug Hunderten von Passanten vor Schreck den Atem © Kurzendörfer

Ein Feuer hat am Montagnachmittag für dichte Rauchwolken über der Münchner Altstadt gesorgt.

Nach Angaben eines Feuerwehr-Sprechers war eine Kühlanlage auf dem Dach des ehemaligen Redaktionsgebäudes der "Süddeutschen Zeitung" am Färbergraben in Brand geraten. 50 Feuerwehrleute sind im Einsatz, das Feuer ist laut einem Polizeisprecher bereits unter Kontrolle.

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Eine rabenschwarze Rauchsäule stieg am Montag um 14.47 Uhr über der Münchner Innenstadt auf. Sie wirkte so bedrohlich, dass ringsherum Anwohner, Passanten und Geschäftsleute alle gleichzeitig zum Telefon griffen und in den Einsatzzentralen von Polizei und Feuerwehr der Notruf glühte.

Ursache war ein Brand in der alten Lüftungsanlage im ehemaligen Technikgebäude der Süddeutschen Zeitung. Vermutlich bei Schweißarbeiten auf dem Dach waren Funken in den Schacht gefallen. Kurz darauf brannte altes verrußtes Dämmmaterial und Teerpappe. Die Folge war ein ölig-schwarzer Rauch, der giftig stinkend über die Innenstadt zog und noch im weiten Umkreis unangenehm wahrnehmbar war.

Die dramatischen Einsätze der Münchner Feuerwehr 2008

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 Um der Feuerwehr die Anfahrt durch die engen Straßen zu erleichtern, sperrte die Polizei innerhalb von Minuten sämtliche Zufahrten vom Altstadtring und dem Oberanger ab. Die Folge war ein kurzfristiges Stau-Chaos auf dem Altstadt-Ring und in den engen Straßen. Die Feuerwehr war in nur drei Minuten zur Stelle, der Brand auf dem Dach rasch gelöscht. Zahlreiche Schaulustige verfolgten das Schauspiel. Kurz darauf gingen die Bauarbeiten weiter. Das Gelände am Färbergraben ist derzeit eine Großbaustelle. Das so genannte „schwarze Haus“ wurde abgerissen. Das Technikgebäude (beherbergte früher die Rotation und zuletzt das SZ-Forum) ist denkmalgeschützt und wird erhalten.

dop

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