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Brandbomben: Lange Haft für zwei Anstifter

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Stefan S. (l.) und Antoine D. stifteten den 17-Jährigen zu der Tat an. © ebu

Erst bestahlen sie den 17-jährigen John M., dann stifteten sie ihn mit einer Lügengeschichte zu einem teuflischen Brandanschlag an.

Wegen Anstiftung zum versuchten Mord wurden gestern Fitness-Trainer Stefan S. (28) zu sechseinhalb Jahren Gefängnis und sein 19-jähriger Spezl Antoine D. zu fünf Jahren verurteilt.

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Bodybuilder Antoine hatte im Elternhaus des eher schmächtigen John Unterschlupf gefunden. Es gab bald Krach, weil Antoine einen Saustall hinterließ. Während der 17-Jährige die Schule besuchte, kamen Antoine und Stefan ins Haus, um die Sachen zu packen. Sie nahmen aber nicht nur das mit, was ihnen gehörte. Sie stahlen auch Bargeld und einen Scheck. Mit dem Handy fotografierte Stefan eine Unterschrift von Johns Vater, um diese später auf dem Scheck fälschen zu können. Für die Fälschung suchten sie einen „Profi“, den 28-jährigen Christoph P. Der nahm den Scheck, füllte ihn aber nicht aus. Und gab ihn auch nicht den Dieben zurück. Um die Herausgabe der erwarteten 2500 Euro zu erpressen, schmiedeten sie einen teuflischen Plan.

Sie machten John weis, Christoph sei der wahre Dieb. John sollte Molotow-Cocktails gegen das Balkonfenster von Christoph werfen. In seiner Naivität tat der 17-Jährige das, was die Täter verlangten: Er schleudertezwei mit Spiritus gefüllte Brandflaschen auf den Balkon. Christoph hatte Glück, die Scheiben hielten dem Feuer stand, bis es gelöscht werden konnte.Brandbomben-Werfer John kam mit zweieinhalb Jahren Jugendstrafe davon.

E. Unfried

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