Ärger? Das Forum des tz-Bürgeranwalts

Reservierter Mietwagen bei Ankunft nicht da

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Bürgeranwalt Dietmar Gaiser mit Josef Eiler, der Ärger mit einem Mietwagen hatte.

München - Bürgeranwalt Dietmar Gaiser hat es diesmal mit dem chaotischen Beginn einer USA-Reise zu tun, an deren Anfang der reservierte und anbezahlte Mietwagen nicht am Flughafen bereit stand.

Seit Jahren freute ich mich auf eine Florida-Rundreise. Dieses Jahr war es endlich so weit. Ich buchte einen Flug und reservierte mir bei einer deutschen Autoverleihfirma einen Wagen, mit dem ich Florida erkunden wollte. Der Ärger fing aber bereits bei der Ankunft in Amerika an. Es war kein Auto da. Und weil es Sonntagabend war, konnte ich in Deutschland auch die Vermittlerfirma nicht erreichen. Wie sollte ich aber ohne Auto in das gebuchte Hotel kommen? Mir blieb also nichts anderes übrig, als einen teuren Ersatzwagen bei einer anderen Verleihfirma zu mieten. Natürlich riss das ein tiefes Loch ich meine Urlaubskasse. Schließlich hatte ich das nicht vorhandene Auto in Deutschland schon anbezahlt. Aber die erneute Buchung eines Wagens war der einzige Weg, den so chaotisch begonnenen Urlaub noch zu retten. Als ich wieder zu Hause in München war, wollte ich das anbezahlte Geld für jenes Auto, das ich nie benutzt hatte, natürlich zurück. Aber man hält mich seit Wochen hin. Bitte helfen Sie mir.

Josef Eiler (47), Angestellter aus München

Unsere erste Anlaufstelle war der ADAC-Rechtsexperte Klaus Heimgärtner. Er machte uns klar, dass die Situation viel komplizierter ist, als wir dachten: „Wenn man bei einer deutschen Autovermietung einen Mietwagen in Amerika bucht, denken die meisten Leute, sie hätten einen Mietvertrag abgeschlossen. Das stimmt aber nicht. Meist steht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, dass es sich nur um einen Vermittlungsvertrag handelt. Der Mietvertrag wird erst vor Ort abgeschlossen. Dann aber gilt amerikanisches Recht. Der Geschädigte müsste also dem deutschen Unternehmer nachweisen, dass bei diesem etwas schiefgelaufen ist. Und das ist schwer, wenn der deutsche Unternehmer die Unterlagen und das Geld ordnungsgemäß in die USA transferiert hat. Dann ist nämlich der US-Unternehmer schuld. Einen Anspruch auf Schadenersatz durchzusetzen, ist also gar nicht so einfach.“

Der tz-Bürgeranwalt setzte sich mit dem deutschen Autovermittler in Verbindung und schilderte ihm den Fall. Kurze Zeit später kam ein Rückruf mit einer Entschuldigung und der Versicherung, das Geld werde umgehend überwiesen. Josef Eiler ist heilfroh: „Mir war gar nicht klar, dass die Situation so kompliziert ist und man gegen eine amerikanische Firma nach US-Recht hätte klagen müssen. Umso mehr freut es mich, dass die deutsche Vermittlerfirma sich entschuldigt hat und das Geld zurücküberweist.“

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