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Erkältungswelle: Die Stadt schnieft

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Ob Erkältung oder Heuschnupfen: Viele Münchner müssen das Wochenende krank daheim verbringen © Jens Schierenbeck/dpa/tmn

München schnieft! Die einen wegen Heuschnupfen, der heuer besonders fies ist. Die anderen wegen einer bösen Mischinfektion – die erste große Frühjahrs-Erkältungswelle ist da!

„Mein Wartezimmer ist seit Tagen proppenvoll“, sagt der Immunologe Nikolaus Frühwein. „Und die Patienten leiden derzeit besonders stark.“

Auch der HNO-Arzt Florian Wendl kommt kaum hinterher. „Bei mir melden sich bis zu 30 Heuschnupfen-Patienten pro Tag – so extrem war das seit Jahren nicht mehr.“ Der Grund: Wegen des langen Winters sprießen manche Blüten wie die Haselnuss verspätet, andere blühen jetzt rechtzeitig – für Pollenallergiker heißt das: die Luft ist besonders voll. Vielen gehe es deshalb richtig schlecht, sagt Wendl. „Sie haben schwere Atemwegsbeschwerden oder auch allergisches Asthma.“ Da helfe nur noch Cortison.

Die Allergiker müssen sich seit einigen Tagen auch mit Erkältungspatienten die Wartezimmer der Praxen teilen. „Der extreme Wetterumschwung hat viele leichtsinnig gemacht: Sie sind zu leicht bekleidet rausgegangen und waren deshalb vermehrt infektanfällig.“ Diese Kranken leiden nicht minder. Frühwein: „Ich habe auch Patienten mit schweren bakteriellen Infektionen, die vor allem auf den Hals gehen. Denen muss ich nach vier Tagen Antibiotika verschreiben.“ Wie erkennt man, ob man eine Erkältung hat oder eine beginnende Pollenallergie? „Bei Heuschnupfen ist das, was aus der Nase kommt, meist etwas wässriger und fließt in großen Mengen.“ Ein weiteres Indiz könne das Gefühl einer engen Lunge oder Atembeschwerden sein. Sicherheit bringe nur der Allergietest.

Nina Bautz

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