Herr OB Ude, warum …

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Die Münchner Maximilianstraße

München - Jede Woche beantwortet OB Christian Ude Fragen unserer Leser. Diesmal geht es um Parkplätze, die für neue Radwege "geopfert" werden.

Frage: Ihre Begeisterung für Radfahrer ist ja bekannt (leider). Aber warum immer auf Kosten der Autofahrer? Letztes Beispiel: Maximilianstraße, ca. 40 Parkplätze auf Kosten eines Radweges, den 40 Jahre keiner brauchte. Der Autofahrer speziell in München wird unter Rot-Grün nur schikaniert, zahlen aber darf er fleißig. Der überbreite Gehweg wird weiterhin von den Radfahrern genutzt. Eine verärgerte Leserin.

Rita Kraus, per email

Antwort: Sie irren sich: Nicht RotGrün hat diesen Radweg angeregt, sondern die Bürgerschaft selber! Und er dient auch nicht der „Schikane von Autofahrern“, sondern dem zunehmenden Radverkehr, der Umweltbelastungen durch Autolärm und Abgase erfreulicherweise reduziert.

Der Wunsch Münchner Bürger, in der Maximilianstraße zwischen Sternstraße und Altstadtring einen Radweg anzulegen, besteht schon seit mehreren Jahren und wurde zuletzt auf der Bürgerversammlung des 1. Stadtbezirkes am 2. Dezember 2008 erneuert. Durch die Umstellung der Ampelanlage am Altstadtring, aber auch durch die zeitliche Ausdehnung der ohnehin schon vorhandenen Haltverbote in stadtauswärtiger Richtung, konnten nun auf beiden Straßenseiten Radwege angelegt werden, ohne dass damit Leistungsoder Sicherheitsdefizite des Kraftfahrzeugverkehrs verbunden waren.

Dem Kreisverwaltungsreferat liegen seit Fertigstellung der Radfahrstreifen zahlreiche Dankschreiben begeisterter Radfahrer vor, die sich auf dem stark frequentierten Radweg deutlich sicherer fühlen. Auch darf ich auszugsweise aus einem an mich gerichteten Schreiben wie folgt zitieren: „Dieser Radweg war dringend notwendig und ich danke Ihnen ganz herzlich für die Verbesserung der Situation der Münchner Radler.“

Betrachten Sie bitte den Radweg nicht als Schikane für Autofahrer, sondern als einen echten Gewinn für sehr viele Radfahrer. Im Übrigen dürften Sie doch selbst bemerkt haben, dass Autoverkehr in der Maximilianstraße keine bedeutende Rolle mehr spielt, was zur Entlastung der Altstadt wesentlich beigetragen hat.

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