Hirmer-Parkhaus: Abriss geplant

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Im Hirmer-Parkhaus an der Sattlerstraße ist Platz für 546 Fahrzeuge. Diese Stellplätze sollen verschwinden

Neben der Riesenbaustelle auf dem ehemaligen SZ-Gelände fällt es nicht auf, wie abgrundtief hässlich die Sattlerstraße ist.

Wenn das Quartier Hofstatt fertig ist, soll ihre Umgebung aufgewertet werden. Da passt es, dass im Jahr 2016 der Erbaurechtsvertrag für das städtische Grundstück ausläuft, auf dem das Hirmer-Parkhaus steht. Ziemlich sicher ist: Das Parkhaus muss weg und das gegenüberliegende Postgebäude (Jahrgang 1958) darf auch abgerissen werden. Am Anfang des Großprojekts zwischen Färbergraben und Fürstenfelder Straße wird ein städtebaulicher Wettbewerb stehen. Den Grundsatzbeschluss wird der Stadtrat am 1. Juli fällen.

Kaum war die Kunde über ein mögliches Aus fürs Hirmer-Parkhaus an die Öffentlichkeit gelangt, schlugen die CityPartners Alarm: Die Innenstadt-Händler fürchten negative Auswirkungen für „die großen Unternehmen in der Fußgängerzone als auch für die mittelständischen Betriebe im Hackenviertel.“ Das Parkhaus hat ca. 550 Parkplätze. 146 davon sind dauerhaft vermietet. 400 seien im Rahmen des Parkleitsystems für Kurzparker vorgesehen, so Thorsten Vogel, und sie seien „bei weitem nicht ausgelastet“.

CityPartner-Sprecher Wolfgang Fischer warnt aber auch von einer zu massiven Bebauung auf der Seite des Postkomplexes. Sein Argwohn: Die Straße soll vom Altheimer Eck quasi diagonal durch die jetzige Bebauung in die Fürstenfelder Straße münden. Auf dem ehemaligen SZ-Gelände war eigentlich für den 1. Juli die feierliche Grundsteinlegung geplant mit OB Christian Ude als Festredner. Doch die wurde ebenso abgesagt wie die feierliche Grundsteinlegung für den Umbau der Residenzpost, bei der Wirtschaftsminister Martin Zeil sprechen sollte. Beide Bauvorhaben sind Projekte der LBBW Immobilen, der Tochter der baden-württembergischen Landesbank. Als Begründung für die Absage der Grundsteinlegungen nennen die LBBW-Immobilien „organisatorische Gründe“, die Festakte seien „nur verschoben“, neue Termine gibt es allerdings nicht. An beiden Projekten werde festgehalten. Im Falle Hofstatt war bereits bekannt, dass die US-Bank Morgan Stanley, die das 325 Millionen Euro teure Projekt in ihr Portfolio aufnehmen wollte, den Vertrag storniert hat. Die Bank geriet wegen der Finanzkrise ins Trudeln. Einem Bericht der Stuttgarter Zeitung zufolge werden derzeit alle Projekte der LBBW Immobilien dahin gehend geprüft, ob sie weiter geführt werden. Als Grund werden Millionenverluste im vergangene Jahr angeführt. Was das für die Münchner Projekte bedeutet, ist offen.

Bw./We.

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