Heißester Tag des Jahres – Ab Freitag etwas kühler, aber weiter schön

Hitze-Rekord: München sticht Mallorca aus

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Ab ins Nass! Bei der Bullenhitze war der Stachus-Brunnen eine willkommene Abkühlung

München - Was für eine Bullenhitze! Lange genug mussten wir warten, aber jetzt war er endlich da: Der erste richtig heiße Sommertag.

Die Temperatur kletterte laut Deutschem Wetterdienst am Donnerstag auf tropische 35,2 Grad – der bislang heißeste Tag des Jahres!

Nicht einmal die Städte im Süden Europas konnten da mit München mithalten: Athen meldete 34 Grad, Rom 31 Grad und Palma de Mallorca ebenfalls 31 Grad. Hier in der Landeshauptstadt flimmerte die Hitze in den Straßen und in den Büros schwitzten die Münchner. Wer konnte, kühlte sich in der Isar, an einem Brunnen, im See oder im Freibad ab. Erste Abkühlung von oben gab es gegen Abend.

Ab Freitag geht es erst langsam wieder bergauf. Aber keine Angst: „Ein solch massiver Sommer-Einbruch wie vergangene Woche ist das nicht“, sagt DWD-Meteorologin Kathrin Götzfried. „Eher ein kleiner Dämpfer. Es bleibt freundlich-warm.“

Zwar sind die Vorhersagen noch recht unsicher, aber es soll in den kommenden Tagen bei lokalen, kürzeren Schauern bleiben. Dazu gibt es immer wieder Wolken.

Am Freitag pendelt das Quecksilber in und um München noch zwischen 20 und 23 Grad, am Samstag sieht es ähnlich aus. Bis Montag aber steigt die Temperatur auf 26 Grad an. Wenn dann in der Nacht auf Dienstag wieder eine Schlechtwetterfront über München zieht, besteht kein Grund zur Sorge: Auch diese bringt keinen krassen Wetterumschwung mit sich. Laut 15-Tage-Trend des Wetterdienstes meteomedia erwarten uns mindestens bis zum 5. August Temperaturen um 25 Grad.

nba


Wer ist schuld an diesem Sommer?

Für die tz suchen zehn Kabarettisten einen Schuldigen fürs Wetter. © dpa
Wer ist schuld an diesem Sommer?
Dem großen Karl Valentin langte es ja schon lange. „Alle reden vom Wetter. Aber keiner tut was dagegen“, war sein vielleicht berühmtester Beitrag zur Klimaforschung. Uns langt es nun auch: zwischendrin mal wieder ein Sommertag, und dann wieder ellenlange Regenstrecken, Unwetter, Sturm. (Foto: Regen am Starnberger See) © dpa
Wer ist schuld an diesem Sommer?
Und weil es uns jetzt langt, holen wir uns Rat: Wer sonst, wenn nicht diejenige Spezies, die schnell auf alles eine Antwort weiß – also die Kabarettisten –, könnte uns in diesen trüben Zeiten (Foto: Regen vorm Bundeskanzleramt) helfen? Liebe Bühnenstars: Bitte erklärt der tz, wer nun wirklich schuld ist am Sauwetter! © dpa
Wer ist schuld an diesem Sommer?
Monika Gruber: Ich weiß es ja auch nicht – an mir kann’s nicht liegen: Mein Lebenswandel ist tadellos, ich esse immer meinen Teller auf, ich versuche, nett zu meinen Mitmenschen zu sein und jeden Tag eine gute Tat zu vollbringen. Ich glaube, es liegt an den heuchlerischen Politikern, die kurz vor der Wahl schamlos ihre Lügen verbreiten. © Sigi Jantz
Wer ist schuld an diesem Sommer?
Philipp Sonntag: Das ist wie bei Sodom und Gomorrha. Die Leute in der Geldstadt mit Nerz sind so reich, dass sie immer ihre Teller nicht leer essen. Und wenn jemand seinen Teller nicht leer ist, dann gibt es drei Tage Regen. Das weiß doch jedes Kind. © Sigi Jantz
Wer ist schuld an diesem Sommer?
Luise Kinseher: Das Wetter ist schlecht, weil im Himmel auch Krise ist und sich der Papst das Handgelenk gebrochen hat. Wahrscheinlich hat Petrus Schweinegrippe. © Sigi Jantz
Wer ist schuld an diesem Sommer?
Christian „Fonsi“ Springer: Wir selber! Wir sind zu brav! Im heidnischen Bayern früher hätte man längst dem Wettergott Opfer dargebracht. Das alte Rezept liegt noch im Archiv: Ein FC-Bayern-Spieler muss im P1 eingemauert werden, und ein Wiesnwirt muss bei sich selber einen Platz reservieren. Eine Jungfrau der CSU muss bei der SPD eintreten, und ein Grüner Stadtrat wird an die Gruft vom Strauß gekettet. ... © Sigi Jantz
... Der Ude muss im Tunnel geisterradeln und die Gute-Laune-Moderatoren vom Frühstücksradio müssen eine Woche die Klappe halten. Das is’ zwar keine Garantie für a schönes Wetter, aber wir hätten mehr Gaudi. © Sigi Jantz
Wer ist schuld an diesem Sommer?
Claudia Schlenger („Herbert & Schnipsi“): Ich geb’s zu: Ich bin schuld. Wir wohnen in der Pampa in Niederbayern und kriegen unser Wasser noch aus einem tiefen Brunnen. Ich geh’ jeden Tag naus und sag’: „Hoffentlich regnet’s, damit wir g’nug Wasser haben!“ Und es regnet. Ich bin glücklich darüber. © Sigi Jantz
Wer ist schuld an diesem Sommer?
Waldemar Hartmann: Ganz klar: Jürgen Klinsmann ist schuld. Er hat beim Sommermärchen 2006 den Sonnenvorrat für die nächsten fünf Jahre aufgebraucht und den letzten Rest mit nach Kalifornien genommen. Seitdem wird das Sommerwetter jedes Jahr ein bisschen schlechter. Klinsmanns Schatten wird noch Jahre auf den FC Bayern und auf München fallen. © Sigi Jantz
Wer ist schuld an diesem Sommer?
Michael Lerchenberg: Es gibt ja immer Hauptschuldige – und in Deutschland sind das – weiß doch jeder – die Politiker! Theologisch gesehen ist natürlich der Heilige Petrus schuld. Und weil in München das Wetter besonders schlecht ist, müssen die Städter sehr sündig gelebt haben. ... © dpa
... Halt, da fällt mir was ein. Jetzt weiß ich, wer definitiv schuld ist: die Wirte! Weil sie ihr Bier so teuer verkaufen, geht’s ihnen in der Biergarten-Saison nass nei. Aber um Gottes Willen, wenn das schlechte Wetter tatsächlich mit dem hohen Bierpreis zusammenhängt – welch schreckliche Erkenntnis! Dann wird’s in München ja nie wieder schön! © dpa
Wer ist schuld an diesem Sommer?
Willy Astor: Auf jeden Fall Schuld ist Giulia Siegel mit ihrer hochnotpeinlichen Show „Giulia in Love?!“, weil Petrus ein qualitätsbewusster Wettergott ist und nun seine Wut über diese ganzen Flachbildhirne rausrotzt. Außerdem weiß ich, dass ein Tief aus Läufern besteht, welche erst mal den Sommer nicht Sommer sein lassen, und nachdem der Start für meine Open-Air-Saison genau heute in Scheyern bei Ingolstadt ist (!), fürcht ich mich jetzt schon vor den klammen Fingern. ... © Michael Westermann
... Aber die Hoffnung auf Besserung werd ich nicht verlieren, weil das Sound of Islands-Programm auch sehr hörenswert ist. Also finde ich. © Michael Westermann
Wer ist schuld an diesem Sommer?
Dieter Hildebrandt: Die 68er sind schuld. Die sind doch an allem schuld. Dieser neue König von Bayern, ich glaub’, Seehofer heißt er, ist’s wohl eher nicht. © Sigi Jantz
Wer ist schuld an diesem Sommer?
Andreas Giebel: Durch die schockartige Flucht der Wirtschafts-Verbrecher auf ihre geheimen Inseln wirbelte der plötzliche Kerosin-Ausstoß der Privatjets die Wetterverhältnisse durcheinander. © Sigi Jantz

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