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Junge Radler wollen Bagger stoppen

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Die Polizei beendete den Protest
Die Polizei beendete den Protest © Kurzendörfer

Gut 20 Jahre war er Treffpunkt für 300 BMX-Radler, der „Bombenkrater“ im Landschaftsschutzgebiet „Isartal“.

Jetzt aber rücken nördlich der Grünwalder Brücke die Bagger an, um die selbst gebauten Schanzen und Gräben der Geländestrecke platt zu machen. Dagegen protestierten gestern 30 Biker – und wollten die Bagger stoppen. Auf Anordnung des Landratsamtes soll der Waldboden in seinen ursprünglichen Zustand zurückgeführt werden – „aus Gründen der Verkehrssicherheit“ und des Landschaftsschutzes, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Weiter heißt es darin, das Radeln solle Bodenverdichtungen, Schäden an Baumwurzeln und -stämmen verursacht haben.

Ein Vorwurf, der die Radler gewaltig ärgert:  „Wir sind völlig überrumpelt worden. Man hätte ja vorher mit uns reden können“, sagt Stefan Herrmann, ehemaliger Downhill-Weltmeister. Nachdem sich Stefan Herrmann und seine Kollegen am Montag den Baggern in den Weg gestellt haben, rückte die Polizei an. „Wir haben hitzig debattiert, aber leider hat’s nicht geholfen“, sagt der Rad-Profi. Die Bagger walzten das Gelände platt. Jetzt sollen dort neue Bäume gepflanzt werden.

Wo die Jugendlichen künftig auf ihren BMX-Rädern ihre Tricks und Sprünge üben können, ist noch unklar. Stefan Herrmann ist traurig: „Ein offizielles Gelände zum BMX-Fahren gibt es in München derzeit nicht.“

jb.

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