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Kommentar: Bierverbot am Viktualienmarkt? Der letzte Ausweg

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Von: Matthias Bieber

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Biertrinken gehört am Viktualienmarkt dazu - aber bitte gesittet. © Sigi Jantz

Dass die CSU das Biertrinken am Viktualienmarkt verbieten will, wäre der letzte Ausweg. Es muss einen andere Lösung gefunden werden. Ein Kommentar von Matthias Bieber.

Die einen schäumen, die anderen genießen den Schaum. Die einen – das sind wohl einige Standlleute und Besucher des Viktualienmarkts, denen die Biertrinker rund um den Liesl-Karlstadt-Brunnen ein Dorn im Auge sind. Die CSU stellt sich nun an die Spitze der Anti-Biertrinker-Bewegung und fordert: Die müssen weg!

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Die anderen – das sind diejenigen, die es wohl nicht stört, dass diese Leute ihr Helles nicht im Biergarten oder einer der Standln trinken, sondern es mitbringen und die Flaschen im Brunnen kühlen. Und natürlich die, die zu dieser Gruppe gehören. Die sagen: Wozu die Aufregung, denkt an die berühmte Liberalitas Bavariae!

Ein Bier am Brunnen muss drin sein – aber nur friedlich

Und wer hat recht? Beide. Es kann natürlich nicht sein, dass rund um den Brunnen Marktleute und Gäste wie im Rausch angepöbelt werden, was ja schon vorgekommen ist. Andererseits stößt einem so ein Verbot schon auch ein bisserl sauer auf. Könnte ja rein theoretisch sein, dass die Gastronomie auf dem Markt ein bisserl grantig ist, dass die Halbe für einen Euro und ein bisserl was mitgebracht, gekühlt und aus Gläsern am Brunnen getrunken wird, während nebenan die Sitzplatz-Gäste ein Vielfaches zahlen. Nachahmer befürchtet…

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Ein Verbot sollte wirklich der letzte Ausweg sein. Ein Feierabend-Flascherl an einem der schönsten Plätze der Stadt muss erlaubt sein – in aller Friedlichkeit. In der S- und U-Bahn stört’s deutlich mehr, wenn jemand seine Presshalbe auspackt.

Matthias Bieber

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