Münchens liebster Falsch-Grieche

tz-Kritik: Rick Kavanian im Lustspielhaus

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Comedian Rick Kavanian

München - Der Comedian Rick Kavanian fabuliert in seinem Programm Egostrip im Lustspielhaus über allerlei Bödsinn. Die tz-Kritik zu seinem neuen Bühnenprogramm:

Plant Alfons Schuhbeck eine weltweite Finanzrevolution mit Hilfe von Ingwer? Und was hat der lecker-lecker-leckere Seitenbacher-Mann damit zu tun? Es sind Fragen wie diese, die Münchens liebster Falsch-Grieche Rick Kavanian in seinem neuen Programm Egostrip im Lustspielhaus klärt. Beziehungsweise: Er klärt sie eben nicht. Denn bei Kavanian geht es nicht ums Fragenklären – sondern einfach nur um die Lust am Klamauk, am höheren Blödsinn, der hier aber oft im niederen Blödsinn untergeht.

In seiner Solo-Show steht Kavanian wegen Parkscheibenbetrugs vor Gericht – unschuldig, weil rumänische Geheimdienstler beim Abschießen eines Marschflugkörpers auf Fonsäs gewaltige Ingwerspeicher am Platzl die Kavanian-Karre manipuliert haben. Mit Hilfe des Ingwers wollte der agile Großkoch den Euro durch den ASID (Alfons-Schuhbeck-Ingwer-Dollar) ersetzen.

Klingt gaga? Ist gaga! Und auch völlig egal. Denn es geht nur darum, Kavanians Panoptikum von Wahnsinnigen auf die Bühne zu stellen. Dimitri Stupakis, Ossi-Raumfahrer Jens Maul und Krächzer Klinsmann (köstlich getroffen!) – alle da. Rick hat seine Gag-Asservatenkammer üppig geplündert. Für jede Menge Lacher langt’s allemal. Doch eigentlich gehört Kavanian vor Gericht, als Täter der Klamotte.

J. Heinrich

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