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Liebeswahn: Mann sticht Frau nieder

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Andres S. (42) gesteht die Mord-Attacke © ebu

München - Er bildete sich ein, Iris A. (26) sei seine Freundin. Der Sozialpädagoge Andres S. (42) schlich ihr ständig nach, verfolgte sie in Diskos.

Dass die kaufmännische Angestellte sich für ihn nicht interessierte, ihn nicht einmal kannte, war ihm egal. Er steigerte sich in einen Liebeswahn hinein, der für sein Opfer beinahe tödlich endete.

Alabamahalle am Samstagmorgen, 1. November 2008: Iris A. will nach einem Tanz die Toilette aufsuchen. Andres S., der sie offenbar schon länger beobachtet hat, schleicht ihr nach. Er zückt ein Klappmesser, rammt es ihr oberhalb des Schlüsselbeins in den Hals! Die junge Frau schreit um Hilfe. Der Täter sticht ihr noch in den Bauch und verletzt sie am Unterarm, ehe er von zwei mutigen Besuchern überwältigt werden kann.

Das Opfer hat Glück im Unglück: Die Klinge hat die Halsschlagader verfehlt. Die Ärzte können ihr Leben durch eine Notoperation retten. Doch sie leidet heute noch unter der grundlosen Tat, von der immer noch hässliche Narben zeugen.

Der Täter, wegen Körperverletzung bereits aktenkundig, redet bei den Vernehmungen wirres Zeug. Eine Psychologin gegenüber erklärt er: „Ich habe richtig gehandelt, ich würde das Gleiche noch einmal tun.“ Seit Montag muss er sich vor dem Schwurgericht verantworten – formell wegen versuchten Mordes. Da er nach Ansicht von Experten schwer psychisch krank ist, geht es im Prozess um seine Einweisung in eine psychiatrische Klinik.

ebu.

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