Finanzierungslücke am Luise-Kiesselbach-Platz

3. Tunnel: Freistaat will nur 45 Prozent zahlen

Über 110 000 Autos täglich sorgen derzeit noch für Chaos, Lärm und Abgase.

München - Die Vorbereitungen für den Bau des Tunnels am Luise-Kiesselbach-Platz sind in vollem Gange.

Noch bevor richtig losgegraben wird, tut sich als Erstes eine riesige Finanzierungslücke auf. Der Freistaat fördert den letzten der drei Ringtunnels nur mit 45 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Das Projekt werde mit 123 Millionen Euro bezuschusst, so erfuhr man im Rathaus aus einer Mitteilung des Innenministeriums.

Die Enttäuschung bei OB Christian Ude und im Stadtrat ist groß: Das finanzielle Engagement des Freistaats habe sich schrittweise reduziert: Beim Petueltunnel (Gesamtkosten 204, 5 Millionen Euro) habe der Fördersatz 64 Prozent betragen, beim Richard-Strauss-Tunnel im Osten (325,3 Millionen) immerhin noch 60 Prozent. In einem Schreiben an OB Ude hatte die Staatsregierung auch für den mit prognostizierten 398,5 Millionen Kosten teuersten Bauwerk eine Förderhöhe von 60 Prozent in Aussicht gestellt, und das wären 37 Millionen mehr gewesen. Die Münchner hatten sich in einem Bürgerentscheid für den Ausbau des Mittleren Rings entschieden. Das Motto „Drei Tunnels braucht der Ring“. Vor dem Entscheid, daran erinnert sich Ude gut, habe der Freistaat sogar eine 80-prozentige Förderung für die Bauwerke versprochen.

bw.

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