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McGraw-Graben: Bald blitzt’s wieder!

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Der Pfosten für den neuen Blitzer steht schon. Ab Ende August ist der Starenkasten in Betrieb © Kurzendörfer

München - Sieben Monate hatten die Autofahrer Ruhe vor den Blitzern im McGraw-Graben. Doch bald werden wieder scharfe und vor allem teure Bilder gemacht.

Das Kreisverwaltungsreferat lässt gerade wieder den Blitzer stadteinwärts am Ende des McGraw-Grabens aufstellen. Bis Ende August ist er voraussichtlich wieder einsatzbereit.

Seit 2002 ist das Ende des McGraw-Grabens der angestammte Standort von Münchens fleißigstem Blitzer. Pro Stunde tappten dort im Schnitt vier Autofahrer in die Radarfalle. Im März 2003 ärgerte sich ein Mann so sehr über den Blitzer, dass er das Teil kurzerhand weg flexte – und das nur ein paar dutzend Meter weg von der Polizeiinspektion Giesing!

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Als im Mai 2008 im McGraw-Graben die Baumaschinen anrückten, um die Betonrinne zu sanieren, war die Freude der Autofahrer riesengroß. Denn da musste der Blitzer abgebaut und eingemottet werden. Doch da hatten die Autofahrer die Rechnung ohne das KVR gemacht: Ein paar Wochen später tauchte der Blitzer ein paar hundert Meter vorher wieder auf und hatte in der Gegenrichtung gleich auch noch einen „Bruder“ mitgebracht.

In der Baustelle hatte das KVR Tempo 30 verhängt, bis Ende des Jahres tappten dort genau 85 233 (!) Autofahrer in die Radarfalle, 6930 von ihnen mussten gleich den Führerschein abgeben. Darüber gab es riesigen Ärger. FDP, CSU und der Verein Mobil in München kritisierten die „Blitz“-Orgie. Die Stadt verwies immer darauf, dass die Baustelle eine gefährliche Strecke sei.

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Das gilt für das KVR auch außerhalb der Baustellen-Zeiten. KVR-Sprecher Christopher Habl: „Viele Autofahrer rasen von der Autobahn kommend viel zu schnell in den McGraw-Graben hinein. Darum müssen wir dort etwas für die Verkehrssicherheit tun.“ Deshalb wird dort bald wieder kontrolliert. Der Pfosten für den Dauer-Blitzer steht schon. Es ist übrigens der einzige, den die Stadt von der Regierung von Oberbayern genehmigt bekam.

In den Sommerferien wird der Asphalt an der Stelle aufgeschlitzt, um Induktions-Schleifen zu verlegen, die das Tempo messen. Ab Ende August müssen sich die Autofahrer wieder darauf einstellen, dass sie am McGraw-Graben geblitzt werden, wenn sie zu schnell unterwegs sind.

Johannes Welte

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