BR-Intendant Wilhelm stoppt Auftritte

Nach Söder: Keine Politiker mehr bei "Dahoam is dahoam"

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Markus Söders Auftritt bei "Dahoam is Dahoam" sorgte für Aufregung.

München - Nach dem umstrittenen Gastauftritt von Finanzminister Markus Söder (CSU) ist die Heimatserie "Dahoam is dahoam" für Politiker fortan tabu.

Der Intendant des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm, sagte dem Münchner Merkur (Dienstag), er habe die Redaktion gebeten, „keine weiteren Politikerauftritte bei ,Dahoam is dahoam' mehr einzuplanen“.

„Die Sendung würde sonst in einen politischen Meinungsstreit geraten, und wir müssten Diskussionen darüber führen, welcher Politiker wie viele Sekunden bekommt“, erklärte Wilhelm. Dies vertrage sich nicht mit dem Wesen einer Familienserie und ihrer fiktiven Handlung. Die Entscheidung sei nach eingehender interner Diskussion gefallen. Bereits angefragte Politiker hätten auf ihren Auftritt verzichtet. Nach Informationen des Münchner Merkur waren Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) und Münchens Ex-Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) bereits für Kurzauftritte vorgesehen.

Wilhelm sagte, zwar habe es immer wieder Auftritte von Politikern in Unterhaltungssendungen gegeben. Das Problem an Söders Auftritt sei jedoch die Verknüpfung mit einem politischen Statement gewesen, „ohne journalistisches Gegenüber, der das Gesagte hinterfragen oder überprüfen kann“. Die Folge wurde in der BR-Mediathek gesperrt. In der Folge vom 20. Januar preist Söder, der sich selbst spielt, die Leistungen der Staatsregierung. Der Auftritt war von SPD und Grünen heftig kritisiert worden.

dpa

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