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Olympiasee: Wo bleibt das Wasser?

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Ein Blick vom Olympiaturm beweist: Der See ist immer noch leer, obwohl er längst wieder vollgelaufen sein sollte. Er war Ende Oktober abgelassen worden, weil der Schlamm am Boden das ökologische Gleichgewicht des Gewässers stört. Erst im neuen Jahr wird der See wieder geflutet © Michael Westermann

München - Der Weihnachtsspaziergang am Olympiasee fiel in diesem Jahr nicht besonders idyllisch aus: Es ist kein Wasser drin! Um Schlamm und Müll am Boden wegbaggern zu können, wurden die 125 Millionen Liter Wasser Ende Oktober abgelassen.

Da es sich um einen künstlichen See handelt, dessen Sohle Ende der 60er Jahre mit Asphalt abgedichtet wurde, würde der 1,30 Meter tiefe See verlanden, wenn man ihn nicht regelmäßig ausputzen würde. Das letzte Mal war 1987.

Nachdem Fischer über zehn Tonnen Karpfen, Hechte und Barsche abgefischt und in andere Seen umgesiedelt hatten, wurde der Zulauf über den Nymphenburg-Biedersteiner-Kanal abgesperrt.

Rückblick: So wurde der Olympiasee leergefischt

Bagger schaufelten dann den Schlamm weg, auch Flaschen, Bierdosen, ein Liegestuhl und ein Radl wurden herausgefischt. Ursprünglich hieß es, dass die Arbeiten Anfang Dezember beendet sind und dann das Wasser wieder eingelassen werden kann. Aber: „Es lag doch mehr Schlamm und Müll im See, als wir zunächst erwartet hatten“, erklärt Arno Hartung, Sprecher der Olympiapark GmbH, wieso noch immer kein Wasser im See ist. „Außerdem wollen wir mit dem Wassereinlass warten, bis die Aufbauarbeiten für das Red Bull Crahshed Ice-Spektakel am 16. Januar beendet sind.“.

Dabei müssen Befestigungen für die Eisbahn auf den Seeboden montiert werden. Hartung: „Das ist natürlich einfacher, wenn kein Wasser im See ist.“ Die Sanierung soll übrigens rund 600 000 Euro kosten, danach werden junge Fische eingesetzt.

Johannes Welte

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