180 Plätze im Olympiastadion

Flüchtlinge duschen in alter FC-Bayern-Kabine

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Die alte Kabine des FC Bayern München dient als Umkleide und Duschraum.

München - Am Freitag zogen die ersten 40 Flüchtlinge in den VIP-Bereich des Olympiastadions, wie es die Stadtführung angedeutet hatte.

Weil in der Bayernkaserne kein Platz mehr ist, ist jetzt auch das Olystadion ein Flüchtlingslager.

Es ist nicht wirklich gemütlich, aber es ist immerhin ein Dach über dem Kopf: Am Freitag zogen die ersten 40 Flüchtlinge in den VIP-Bereich des Olympiastadions, wie es die Stadtführung angedeutet hatte. „Wir planen, erst mal so um die 180 Menschen in dem Stadionbereich unterzubringen“, sagte ein Sprecher der Regierung von Oberbayern zur tz. Generell könnten rund 200 Ankömmlinge dort untergebracht werden. Am Freitag stellten Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes und des Sozialreferats noch Betten und Tische in dem Trakt auf, wo einst die Bayernspieler ihre Meisterschaften feierten. „Alles wird hier nochmals geputzt und auf Vordermann gebracht“, so ein Helfer.

Die chaotischen Zustände in der Bayernkaserne sollen damit etwas entzerrt werden, wie OB Dieter Reiter bei einem Besuch am Freitagmittag ankündigte. „Die Landeshauptstadt prüft mit Hochdruck andere Standorte.“

Noch sind die Betten im Olympiastadion leer. Bald sollen darauf aber Asylbewerber einen Schlafplatz finden.

Die Neuankömmlinge im Olympiastadion kamen direkt aus der überfüllten Bayernkaserne. Dort laufen weiterhin täglich Menschen Hilfe suchend auf, weil sie durch „alte Zettel“ aufgefordert werden, sich dort zu melden. Kleiner Lichtblick: Übers Wochenende sollen rund 400 bis 500 Flüchtlinge in andere Gebiete Bayerns verlegt werden.

Wie lange das Olympiastadion als Asylunterkunft dienen soll, ist noch unklar. Eigentlich sind nur zwei bis drei Wochen geplant. Wie berichtet, weiß die Regierung von Oberbayern aber nicht, wohin mit den vielen Flüchtlingen. Ab Dezember jedenfalls ist der VIP-Bereich für Journalisten reserviert, die vom Skiweltcup berichten.

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