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So besiegte ich die Schweinegrippe

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Patrick mit Mutter Gabriele E. am Donnerstag vor Vogels Praxis © Michael Timm

München - „Es war echt hart“, sagt Patrick E.: Der Gymnasiast aus Bogenhausen berichtet der tz, wie er die Schweinegrippe besiegt hat.

Diese Reise wird Patrick E. (17) nie vergessen. Auf der Fahrt der elften Klasse des Münchner Überreiter Gymnasiums nach London infizierte sich der Schüler aus Bogenhausen mit Schweinegrippe. Außer ihm erwischte es noch drei weitere Klassenkameraden, darunter ein Mädchen. Die ganze Klasse 11b war deshalb diese Woche geschlossen. Inzwischen sind Patrick und seine Freunde wieder gesund. In der tz berichtet er exklusiv, wie es ihm erging: „In London haben wir immer die U-Bahn benutzt. Dort haben wir uns wahrscheinlich angesteckt.“

Nach drei Tgaen wurden Patrick und ein Kamerad krank. „Ich hatte Fieber, extrem starke Kopfschmerzen und fühlte mich so schwach, dass ich gar nicht mehr aufstehen konnte. So krank war ich noch nie in meinem Leben. Mein Freund kam sogar ins Krankenhaus, erhielt aber nur Paracetamol-Tabletten und wurde gleich wieder entlassen.“

Deshalb dachte niemand an Schweinegrippe. Ein tragischer Irrtum. „Wir blieben bis zur Abreise im Bett. Ich habe nur noch geschlafen. Auf dem Weg zum Rückflug mussten uns unsere Kumpels stützen. Es war echt hart.“

In München holte ihn seine Mutter Gabriele E. ab: „Ich war zu Tode erschrocken, als ich meinen Sohn mit seinen glasigen Augen sah.“ Gabriele E. dachte sofort an Schweinegrippe: „Ich hatte so eine leise Ahnung und bin mit Patrick sofort zu Professor Vogel gefahren.“ Damit hat die Münchnerin ihrem Sohn wohl das Leben gerettet. Ein Schnelltest in Vogels Praxis ergab: Grippeviren!

„Weil die normale Influenza im Sommer so gut wie nie auftritt, dachten wir sofort an Schweinegrippe“, erklärt Internist Prof. Georg Vogel (63). „Ich gab Patrick sofort eine Kapsel Tamiflu. Röntgenbilder zeigten eine starke Bronchitis. Ohne ärztliche Hilfe und Tamiflu hätte sich eine akut lebensgefährliche Lungenentzündung entwickelt.“

Nachts stieg Patricks Fieber auf 40 Grad. Doch schon am nächsten Morgen das Wunder. Das Fieber war auf 37,4 Grad gesunken. Patrick zur tz: „Endlich ging es mir wieder besser. Ich war noch etwas schlapp und hustete noch, Aber dieses ekelhafte Krankheitsgefühl war weg. Diese Woche fühlte ich mich schon viel besser. Und seit ein paar Tagen bin ich wieder gesund. Das verdanke ich meiner Mutter und dem Professor.“ Ansteckungsgefahr besteht dann keine mehr. Prof. Vogel: „Die Inkubationszeit liegt bei Schweinegrippe zwischen zwei und sieben Tagen. Da keine neuen Fälle aufgetreten sind, ist die Gefahr vorüber.“

Michael Timm

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