Polizist: So traf mich die Kugel der Bankräuber

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Polizei-Vizepräsident Robert Kopp besuchte den verletzten Beamten Denis B. am Krankenbett

München - Wahrscheinlich ein Fehlalarm, dachte der Polizist Denis B. (27), als er mit seinem Kollegen Stefan F. (27) zu einem Banküberfall nach Kirchheim gerufen wurde. Die Beamten mussten ihren Einsatz am 20. November 2008 fast mit dem Leben bezahlen.

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Die beiden Räuber eröffneten sofort das Feuer! Am Mittwoch schilderte Denis B. als Zeuge vor Gericht, wie ihn eine Kugel traf.

Vorsichtig näherten sich die Beamten der Bank. Zuerst sei alles ruhig gewesen. „Dann verließ eine schwarz gekleidete Person die Bank“, erzählt Denis B. „Als die Person mich sah, hob sie sofort den rechten Arm. Dann fielen die ersten Schüsse. Ich sah das Mündungsfeuer.“

Der Polizeiobermeister suchte Deckung hinter einem Auto: „Ich schoss zurück.“ Darauf habe sich der Räuber zunächst wieder in die Bank zurückgezogen, sei jedoch wieder herausgekommen: „Als er mich sah, hat er sofort das Feuer eröffnet, ich habe das Feuer erwidert.“ Der Polizist: „Im nächsten Moment spürte ich einen Schlag im linken Oberschenkel. Ich wusste, dass ich getroffen worden bin.“ Er habe sich noch zum Streifenwagen schleppen können, um dort einen Notruf abzusetzen.

Norbert G. (r.) traf den Polizisten, Hubert G. schoss ebenfalls

Erst später erfuhr Denis B., dass der wild schießende Räuber Norbert B. (47) nicht alleine war. Dessen Bruder Hubert (46) war zu diesem Zeitpunkt bereits im Fluchtwagen gesessen und hatte selbst noch in Richtung der Polizisten geschossen. Die Verletzung ist inzwischen ausgeheilt. Der Prozess gegen die Räuber geht weiter.

E. Unfried

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