Prävention schon im Kindergarten

S-Bahn-Mord: Ruf nach Konsequenzen

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Nach dem S-Bahn-Mord an Dominik Brunner (Foto von der Trauerfeier am Mittwoch) wird der Ruf nach Konsequenzen lauter.

München - Nach dem S-Bahn-Mord von Solln, bei dem der 50-jährige Dominik Brunner erschlagen worden war, wird der Ruf nach mehr Prävention schon im Kindesalter lauter.

Die Entwicklung, die in solchen Taten münde, beginne schon bei den ganz Kleinen, sagte Bayerns FDP-Chefin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Die Gesellschaft müsse mehr im Blick haben, „wenn Familienhäuser, wenn Elternteile total versagen“. Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Klaus Jansen, rief dazu auf, schon in Kindergärten und Schulen bei auffälligem Verhalten konsequent gegenzusteuern, damit kriminelle Karrieren nicht entstehen.

Solln: Trauerfeier für Dominik Brunner

Strecke

Der Entwicklungspsychologe Herbert Scheithauer sagte, Kinder müssten schon im Kindergarten ermuntert werden, sich für eine soziale Gemeinschaft einzusetzen. Scheithauer kritisierte heftig die vielen Gewaltdarstellungen im Fernsehen: „Wenn ich mir die Fernsehprogramme abends anschaue bis hin zu Sportsendern, in denen sogenannte Fight Clubs als Freizeitvergnügen gezeigt werden, bekomme ich doch den Eindruck, dass es legitim ist und gut ist, gewalttätig zu sein.“

tz

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