Rauchverbot: Sorge um Wiesn 2010

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Bei einem Erfolg des anstehenden Volksentscheids für ein striktes Rauchverbot in Bayerns Gastronomie befürchten die Verantwortlichen für das Oktoberfest 2010 massive Schwierigkeiten.

München - Bei einem Erfolg des anstehenden Volksentscheids für ein striktes Rauchverbot in Bayerns Gastronomie befürchten die Verantwortlichen für das Oktoberfest 2010 massive Schwierigkeiten.

Schon bis Ende des Jahres müssen die Wirte ihre Bewerbung für das Oktoberfest 2010 bei der Stadt einreichen - um damit auch die Pläne für die Zelte. Sollte dann das Rauchverbot noch vor oder während der Wiesn kommen, die im nächsten Jahr ihr 200-jähriges Bestehen feiert, könnte es nach Ansicht von Kritikern turbulent werden.

Zunächst müssten die Wirte für die Umsetzung des Rauchverbots sorgen. Dass das reibungslos funktioniert, halten angesichts von Bierkonsum, tausenden dichtgedrängten Gästen und mangels Möglichkeit zum kurzzeitigen Verlassen des Zelts viele nicht für möglich. Dann müssten Ordnungskräfte oder Polizei das Rauchen unterbinden und Raucher unter Umständen mit Bußgeldern belegen.

Das wiederum würde erst recht Trubel und damit Sicherheitsprobleme schaffen, meint Blume-Beyerle. “Solange der Wirt nicht außerhalb des Zeltes ein Angebot für die Raucher schafft, können wir die Umsetzung nicht leisten.“

Wiesnchefin Gabriele Weishäupl sagte, zunächst müsse die Entscheidung des Volkes abgewartet werden, noch sei der Ausgang nicht sicher. “Man wird sehen, wann der Volksentscheid kommt und was er bringt. Danach wird man sich richten müssen.“ Auch sie glaubt aber, dass die Wirte im Falle eines Erfolgs nicht mehr reagieren können.

dpa

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