S-Bahn: Ude spricht Machtwort

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Kommt eine zweite Stammstrecke oder etwas anderes?

Südring oder ein zweiter Tunnel für die S-Bahn? Mittwoch stellten Experten dem Stadtrat die Vor- und Nachteile der beiden Lösungsvarianten für die überlastete Stammstrecke vor.

An der Meinung von SPD und FDP änderte auch die Expertenrunde nichts. Die SPD will den Tunnel, FDP und Grüne befürworten weiterhin den Südring. Da half selbst Udes Machtwort nicht weiter, der sieben Argumente für den Tunnel hatte: Den Wunsch der Kunden, die in die Innenstadt wollen, die größere Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene, der geringere Widerstand der Anwohner, kein aufwendiger Lärmschutz, die Möglichkeit der Flughafen-Anbindung, die Planungsreife, die den Bau bis zu möglichen olympischen Winterspielen 2018 gewährleisten würde, und die gesicherte Finanzierung.

Die Verkehrsexpertin der Rathaus-Grünen, Sabine Nallinger, ließ sich von den Tunnel-Befürwortern nicht überzeugen: „Mir konnte niemand erklären, was ich dafür bekomme, dass der Tunnel dreimal so viel kostet wie der Ausbau des Südrings.“ Grünen-Fraktionsprecherin Lydia Dietrich fügte hinzu: „Uns hat noch niemand ein Betriebskonzept für die Tunnel-Lösung vorgestellt.“ Die Frage der Umsteigezeiten in den 40 Meter tiefen Bahnhöfen des Tunnels sei auch ungeklärt. Es könnte sein, dass die SPD mal wieder die Stimmen der CSU braucht, um ein Votum für den Tunnel im Stadtrat zusammen zu bringen. Dass der Freistaat gegen den Willen der Stadt die Stammstrecke baut, ist jedenfalls kaum vorstellbar. Doch auch in der CSU gibt es die ersten Stimmen, die sich gegen den zweiten S-Bahn-Tunnel aussprechen …

J. Welte

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