Schwabinger 7: Gericht rasiert Etage

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Anwohner hatten geklagt, jetzt geht auf dem ehemaligen Gelände der "Schwabinger 7" vorerst nichts mehr.

München - Jetzt ist es amtlich: Das Verwaltungsgericht hat den Luxusbau auf dem Grundstück der ehemaligen Kult-Kneipe Schwabinger 7 im Innenhof um einen Stock rasiert. Die Genehmigung ist außer Kraft.

Die Baugenehmigung der Stadt für das luxuriöse Wohnprojekt Monaco Schwabing mit 34 Wohnungen ist außer Kraft. Die Investoren wollen zwar Rechtsmittel einlegen – es spricht aber vieles dafür, dass sie einlenken werden.

Geklagt hatten 34 Wohnungseigentümer in der benachbarten Marktstraße, denen der sechsgeschossige Riegel viel Licht genommen hätte. Für die Hamburger Immobilien Handlung HIH bedeutet das Urteil einen enormen Rückschlag. War doch im Innenhof ganz oben eine luxuriöse 242 Quadratmeter große Penthouse-Wohnung geplant. Bei geschätzten Quadratmeterpreissen von 8000 bis 10 000 Euro kann man von einer Wertminderung von rund zwei Millionen Euro ausgehen.

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„Wir werden Rechtsmittel einlegen“, erklärt darum auch kaum überraschend der Anwalt der HIH, Ulrich Numberger. Doch der Nachbar-Anwalt Benno Ziegler, der von einem Präzedenzfall ausgeht, gibt zu bedenken: „Bis es da eine Entscheidung geben wird, dürfte leicht ein Jahr vergehen.“ So überrascht es auch nicht, dass der Gegner-Anwalt Numberger eine Doppelstrategie fahren will: „Wir werden gleichzeitig versuchen, eine Einigung mit den Nachbarn durch bauliche Änderungen zu erreichen.“ Das würde heißen, die HIH verzichten freiwillig auf die Penthouse-Wohnung – und der Ärger mit den Nachbarn wäre vom Tisch.

Johannes Welte

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