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Schweinegrippe: Stadt München bunkert Arznei

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München rüstet sich für die Schweinegrippe (Symbolfoto) © dpa

München - München rüstet sich gegen die Schweinegrippe. Das Virus ist weltweit auf dem Vormarsch, vor einem Monat hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die höchste Alarmstufe 6 ausgerufen.

Schon jetzt hat die Stadt 1,6 Millionen Euro für Maßnahmen wie Atemschutz und Desinfektionsmittel ausgegeben. Glücklicherweise ist inzwischen auch ein Impfstoff gefunden, der im September einsatzbereit sein soll und vom Land an die Stadt weiterverteilt wird.

Die Landesregierungen wollen in den nächsten Wochen gemeinsam den Impfstoff für 30 Prozent der Bevölkerung ordern. Allen voran sollen Ärzte, Pflegepersonal, chronisch Kranke und Schwangere immunisiert werden.

In München tagt seit Ausbruch der A/H1N1-Epidemie der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) regelmäßig: Die Stadt bereitet sich auf den Ausbruch einer Pandemie vor, die Federführung der Maßnahmen liegt in den Händen des Gesundheitsreferates und der Branddirektion. Nächste Woche wird der Stadtrat informiert. Der SAE orientiert sich an den Grundzügen des Pandemieplans, der 2005 nach der Gefahr durch die SARS-Infektion beschlossen wurde. Das Auftauchen des neuen Virus sorgt jetzt dafür, dass er beschleunigt umgesetzt wird.

So hat die Stadt für ihre Mitarbeiter bereits einen Grundbestand an persönlicher Schutzausrüstung und Händedesinfektionsmittel angelegt, das wäre erst für 2010 vorgesehen gewesen: Für 164.000 Literflaschen Händedesinfektionsmittel wurden 819.672 Euro ausgegeben, für 10.000 Atemschutzmasken und 200.000 Filtereinsätze 227.528 Euro. Zum Teil müssen für die Lagerung der Mittel in den Referaten noch Umbaumaßnahmen durchgeführt werden, Kostenpunkt: 120.000 Euro. Noch heuer wird die Zahl der Infektionsschutzsets für Ersthelfer von den vorhandenen 5700 Sets auf 18.000 hochgefahren (463.000 Euro). Die Einsatzzeit nach dem Ausbruch einer Pandemie ist auf zwei Wochen kalkuliert. 2010 sind weitere Maßnahmen geplant, die mit 300.000 Euro zu Buche schlagen.

Die Kosten der Impfungen würden die Krankenkassen übernehmen, bei 30 Prozent der Deutschen wäre das ein Betrag von 600 Millionen Euro.

bw.

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