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Sommerinterview mit neuer Spaten-Chefin Katrin Schilz

Für sie ist Brauen das Höchste

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Katrin Schilz ist Münchens Bierkönigin.

München - Sie ist die Münchner Bierkönigin: Katrin Schilz ist die neue Chefin der Brauereien Löwenbräu, Spaten und Franziskaner. Wir haben sie gefragt, worauf sie sich bei der Wiesn am meisten freut.

In dieser Folge unserer Sommerinterview-Serie sprechen wir mit der Münchner Bierkönigin: Katrin Schilz (39). Seit Juli ist die Saarländerin Chefin der Brauereien Löwenbräu, Spaten und Franziskaner. Die Sportökonomin kam über das Sportsponsoring zum Bier. Für die Karlsberg-Brauerei verantwortete sie das Sponsoring des FC Kaiserslautern, als der Verein in die Bundesliga aufstieg. Später war sie für die strategische Ausrichtung von Beck’s zuständig. Die tz traf sie hoch oben auf dem Spaten-Turm in der Marsstraße auf ein Bier.

Erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Bier?

Katrin Schilz: Das war im Garten meines Opas: ein gespritztes Pils, wie man bei uns im Saarland sagt – also mit Cola.

Hat’s geschmeckt?

Schilz: Durch die Cola ja. Später haben wir im Tennisverein nach getaner Arbeit Franziskaner Weißbier getrunken.

Herrlich! Sie sind Saarländerin und haben Sportökonomie studiert. Da ist es nicht der nächste Weg, Münchner Brauereichefin zu werden.

Katrin Schilz zusammen mit tz-Redakteurin Jasmin Menrad.

Schilz: Früher, als jeder Lokomotivführer werden wollte, habe ich immer gesagt, dass ich nach München ziehen will. Ich habe Familie hier, wir waren oft in München.

Sie haben dann Sportökonomie in Bayreuth studiert …

Schilz: Ja, München wäre mir lieber gewesen. Zum Bier kam ich wegen meiner Kommilitonen. Wir haben damals fast nur Beck’s getrunken, weil’s uns am besten geschmeckt hat und es ein junges Bier ist, eine coole Marke. Ich wusste, dass ich in der Bierbranche arbeiten will.

Das wollen sicher viele …

Schilz: Ich bin den klassischen Weg gegangen und habe 2001 als Trainee im Absatzmanagment angefangen. 2004 habe ich meinen ersten TV-Spot gedreht.

Mit dem Beck’s-Segelschiff?

Schilz: Ja, auf Formentera. Viel Arbeit und kein Urlaub.

Fahren Sie heuer noch in den Urlaub?

Schilz: Wenn’s kalt ist, fliege ich Richtung Sonne. Wohin, weiß ich noch nicht. Nächstes Jahr geht’s wieder nach Neuseeland. Traumhaft!

Wäre das eine Option, nach Neuseeland zu ziehen?

Schilz: Ja, wenn Neuseeland in München wäre – oder umgekehrt …

Gibt’s etwas, das Sie in München vermissen?

Schilz: Ja, das deutschfranzösische Flair im Saarland und die fluffigen Croissants. Hier schmecken sie nicht so gut wie in Frankreich. Dafür gibt’s hier das beste Bier und die besten Brezn. Haben Sie schon mal in Bremen eine Brezn gegessen? Das darf man nicht machen – schmeckt einfach nicht. Wenn man nicht in Bayern ist, fehlt auch das ganze Drumherum.

Biergärten etwa?

Schilz: Ja. Im Sommer sollte man sowieso jeden Tag in den Biergarten gehen.

Sie müssen wohl schauen, dass Sie nicht aus Versehen in einem Biergarten der Konkurrenz landen.

Schilz: Ach, ich gehe auch ab und an in einen Biergarten der Konkurrenz. Meine beste Freundin arbeitet bei einer anderen Brauerei.

Ist auch eher selten, dass Frauen im Braugeschäft arbeiten.

Schilz: Ja, aber das Schöne ist, dass man als Frau hofiert wird. Ein Mitarbeiter meinte letztens zu mir: „Katrin, mit deinem Vorgänger bin ich bei Weitem nicht so oft fotografiert worden wie mit dir.“

Heuer ist Ihre erste Wiesn als Chefin. Ist der Terminkalender voll?

Schilz: Aber hallo, ist der voll! Das geht ja schon vor der Wiesn los: Präsentation des Wiesn- Krugs, Vorstellung der Wiesn-Biere, Richtfeste, Presserundgang. Zur Wiesn selbst werde ich jeden Tag da sein.

Worauf freuen Sie sich besonders?

Schilz: Besonders geehrt fühle ich mich, dass ich einen schwungvollen Marsch beim Standkonzert an der Bavaria dirigieren darf.

Müssen Sie jeden Tag trinken?

Schilz: Ab und an muss es auch ein alkoholfreies sein oder ein Radler.

Haben Sie zugenommen, seit Sie einen Biertermin mit Brotzeit und Hendl nach dem anderen haben?

Schilz: Mich wundert es, aber ich habe in den vergangenen drei Monaten nicht zugenommen – obwohl ich zu gern esse und ein Bier trinke. Aber ich bin ja Sportlerin.

Schilz' Sommertipp

Franziskaner- Weißbier-Mojito:

- Frische Minze 

- Saft von 1 Limette 

- Zitronen-Limo 

- 1 Löffel Puderzucker 

- Dunkler Rum (Brugal Anejo), am besten Spiced Rum

Zubereitung: Minze andrehen und mit Rum und Puderzucker anmuddeln. Eiswürfel in die Kanne geben. Mit Zitronenlimo anfüllen. Mit Franziskaner Weißbier und Franziskaner alkoholfrei Zitrone auffüllen.

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