Türkischer Geheimdienst spioniert offenbar SPD-Abgeordnete Müntefering aus

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Entertainer im tz-Sommerinterview

Maxi Arland zieht es von Bayern nach Berlin

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Maxi Arland vor der dem Nationaltheater.

München - Die tz hat interessante Menschen für die Sommerinterview-Serie gewonnen. Im zweiten Teil sind wir mit Sänger und Entertainer Maxi Arland (34) am Max-Joseph-Platz verabredet. Er verrät, wieso es ihn nach dem Sommer aus Bayern wegzieht.

Wohin sind Sie als Kind in den Urlaub gefahren?

Maxi Arland: Wir sind immer, immer wieder - jedes Jahr zum Campen nach Pesaro an die Adria gefahren. Ein schöner kleiner Ort, aus dem auch Pavarotti stammt. Den Campingplatz hat schon meine Oma entdeckt. Sie fährt mit ihren 86 Lenzen übrigens auch heute noch dorthin - seit über 50 Jahren. Ich bin fast 16 Jahre da runtergefahren. Ostern, Pfingsten und die Sommerferien.

Was ist das Besondere an dem Campingplatz?

Arland: Dass er direkt am Meer ist. Wir hatten glücklicherweise den Platz in der ersten Reihe. Man ging nur aus dem Vorzelt heraus und stand direkt im Sand. Mein Bruder und ich sind von früh bis abends in der Badehose herumgelaufen. Das ist für Kinder natürlich ein Traum. Wie lange sind Sie mit nach Pesaro gefahren? Arland: Das war eine schöne Zeit, aber als Jugendlicher wurde mir das dann zu viel. Ich wollte mal was anderes kennenlernen. Meine ganzen Klassenkameraden fuhren immer in den Club-Urlaub. Wir flogen dann nach Rhodos, aber letztendlich war das nichts für uns. Zum Essen musste man sich anziehen (lacht) - das ist natürlich was anderes als beim Campen.

Ist Pesaro ein Stück Heimat geworden?

Arland: Ja, vor allem weil man sagen kann, dass meine Karriere dort ein Stück weit begonnen hat. Ich habe als Fünfjähriger immer darauf gelauert die Durchsagen, die über Lautsprecher den Campingplatz beschallten, zu machen. Alle deutschen Durchsagen durfte ich machen. Da war ich dann schon eine kleine Campingplatz-Berühmtheit. Nach den ersten Fernsehauftritten mit zwölf Jahren haben die Camper immer erzählt: Bei uns hat es angefangen!

Gehen Sie auch heute noch mit Ihrer Frau zum Campen?

Arland: Ja, gleich im ersten Jahr, als wir uns kennengelernt haben, sind wir nach Pesaro gefahren. Sie ist campingerfahren, weil sie genau wie ich auch immer am Meer war als Kind. Sie war mit ihrer Familie immer in Südfrankreich.

Wohin ging der erste gemeinsame Urlaub mit Ihrer Frau?

Arland: An den Wörthersee. Mein Opa hat da eine Ferienwohnung. Eigentlich wollten wir ja alleine fahren, aber ihre Eltern sind dann doch mitgereist - so ein bisschen als Anstandswauwau. Aber man kann es verstehen. Andrea war damals 16 und ich 18.

Wohin ging die Hochzeitsreise?

Arland: Ganz exotisch. Wir wollten nicht das Klassische machen  wie Malediven, Bora Bora oder Hawaii. Wir sind erst mal nach Hongkong geflogen und dann auf die Insel Hai Nan. Das war kulturmäßig ein riesiger Kontrast zu Europa.

Wo fahren Sie heute gerne hin?

Arland: Meine Frau und ich versuchen, einmal im Jahr einen längeren Amerika-Urlaub zu machen. Vergangenes Jahr waren wir in San Francisco - eine der schönsten Städte der Welt. Dann sind wir von dort aus einmal die ganze Westküste hoch bis nach Portland. Allein die Fahrt an der Steilküste war traumhaft. Von dort sind wir nach Los Angeles, wo wir auch fast jedes Jahr sind.

Wie sieht der perfekte Urlaub mit Ihrer Frau aus?

Arland: Wir sind nicht die gemütlichen Strandlieger. Ich halte es keine zehn Minuten auf einer Liege aus. Ich muss immer rumreisen und etwas erleben. Gerne gehen wir auch in Cafés und Restaurants und erkunden neue Geschmäcker. Auch mal was Besonderes wie Pommes frites mit Trüffeln im Sunset-Tower in L.A. Letztes Mal war sogar Al Pacino dort - quasi am Nachbartisch.

Welcher Urlaub ist Ihnen im Gedächtnis geblieben und warum? Arland:

Arland: Ich erinnere mich gerne an die  Reisen auf der MS Deutschland, die meist mit Auftritten an Bord verbunden waren. Besonders die Reise nach Norwegen im Juni: Das war um die Zeit der Sonnenwende, da ging die Sonne wirklich nicht mehr unter. Man vergisst dann irgendwann, ins Bett zu gehen, und sitzt mit Bekannten bis vier Uhr in der Früh auf der Terrasse und vergisst die Uhrzeit völlig. Das Schiff war relativ klein, so dass man durch die Fjorde fahren konnte. Man hätte die Felswände fast berühren können. Das war gigantisch. Kreuzfahrten mögen wir gerne. Reisen ist ein riesiges Hobby von uns. Mein größter Wunsch wäre eine Weltreise.  

Was steht in Zukunft an? 

Arland: Ich mache jetzt erst mal eine Auszeit im August und September, dann werde ich in Berlin wohnen. Ich brauche auch mal etwas Neues als Künstler, weil man wiederholt sich ja sonst irgendwann mal. Ich finde Berlin ist dafür genau richtig, weil es der absolute Kontrast zu meinem Leben am Chiemsee ist. In Berlin wohne ich im Soho House, weil ich die Atmosphäre dort toll finde, weil man dort viele Künstler trifft. Chiemsee ist toll zum Leben und Entspannen, aber ich muss eben auch mal neue Leute kennenlernen und neue Eindrücke sammeln.

Sandra Brockötter

Maxi Arlands Sommertipps

Sommerinterview Arland

Abends sitze ich gerne mit Freunden im Filmcasino. Oder wir gehen ins Schumann’s  auf ein Roastbeef mit Bratkartoffeln.

Zum Relaxen gehe ich am Chiemsee am Liebsten in die Beach Bar in Übersee. Da kann man mit dem Liegestuhl im Wasser sitzen und Shisha rauchen.

Seit Kurzem habe ich ein Lieblingssommergericht: Avocado-Salat  mit einen Tartar aus rohen Thunfisch, das mit Chilis scharf angemacht ist.

Das ist Maxi Arland: Schon als Bub auf der Bühne

Sein aktuelles Album

Seit über 20 Jahren steht -Maxi Arland schon auf der Bühne. 1993 trat er das erste Mal im Trio mit Vater Henry und Bruder Hansi in der volkstümlichen Hitparade auf. Circa zehn Jahre später startete er seine Solo-Karriere. 1999 lernt er Andrea kennen. In der Zeit arbeitete er sieben Jahre als Moderator und Redakteur bei Radio Melodie. Seit 2009 sind die beiden verheiratet. Zahllose TV-Shows wie die große ARD-Show Melodien der Herzen moderierte er und veröffentlichte neun Alben. Im Mai erschien Ein genialer Tag , das so erfolgreich ist, dass er bereits in 30 TV-Sendungen damit auftrat. Es ist ein neuer Stil, den er mit Musikmanager Thomas Stein erarbeitete. 

Alle bisherigen tz-Sommerinterviews 2015 finden Sie hier.

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