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Tollwood: Regen verhagelt die Bilanz

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Große Pfützen prägten das Bild: Ganz ohne Regen ging es heuer nur an sieben Tollwood-Tagen © Schlaf

München - Der Regen gehört mittlerweile schon fast so zum Tollwood wie der Anstich zur Wiesn. An 18 Tagen hatte es heuer während des Festivals geregnet, nur an ­sieben Tagen blieb es trocken.

Das gab es bislang nur 1998 und 2004. Insgesamt zählten die Organisatoren 810.000 Besucher, das sind 40.000 weniger als vor einem Jahr, als das Tollwood 20-jährigen Geburtstag und einen Besucherrekord feierte.

Das letzte Wochenende schließlich rettete die Bilanz: Über 70.000 Tollwood-Fans kamen in den Olympiapark, während es an den anderen Wochenenden rund 15.000 weniger waren.

„An den letzten beiden Tagen hatte es total gebrummt auf dem Festival-Gelände,“ sagt Tollwood-Sprecherin Christiane Stenzel zur tz. „Das Wetter war ideal, und die Münchnern haben die Chance beim Schopf gepackt, doch noch einmal trockene Tollwood-Tage zu genießen.“ So war Rainhard Fendrichs 30-jähriges Bühnenjubiläum in der Musik-Arena total ausverkauft.

Die Konzerte waren aber ohnehin das kleinere Problem. Stenzel: „Die Karten gehen größtenteils im Vorverkauf weg, an der Abendkasse tat sich natürlich nicht mehr so viel, wenn es mal wieder regnete.“

Für die Freiluftveranstaltungen, das Theaterprogramm im Amphitheater, auf der Performancebühne und im Eingangsbereich war der Regen hingegen oftmals ein Problem. Die Aufführungen wurden entweder verschoben oder fielen aus. Die Hälfte der Veranstaltungen musste aber gestrichen werden. Das betraf auch die Workshops im Garten des friedvollen Drachens, in dem es Ikebana oder koreanischen Tanz gab. Trotzdem wurde der Drachen-Garten ein großer Erfolg, ebenso die neue tanzbar, in der man Salsa, Tango oder Schuhplattler erlernen konnte – wie auch das Bazarzelt Marrakesch, in dem es traditionelle Gnaoua-Musik gab oder marokkanische Spezialitäten und Kunsthandwerker ihr Können zeigten.

Auch wenn das Tollwood seit Jahren vom Regen geplagt ist: Von einer erneuten Verschiebung Richtung Hochsommer wollen die Organisatoren nichts wissen. Es wurde in den 90ern schon wegen des Wetters vom Mai in den Juni und Juli verlegt. Heuer hätte man das Festival am besten im April veranstalten sollen. Da hatte es nur an acht Tagen geregnet. Und warm wäre es auch gewesen…

J. Welte

Rückblick: Bilder vom ersten Tollwood-Tag

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