Tresor geklaut: Diebe räumen Arzt-Villa aus

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Selbst Tresore sind vor besonders gewieften Einbrechern nicht sicher.

München - So viel steht schon mal fest: Ein Zufall war dieser Einbruch auf keinen Fall.

Vielmehr müssen die Einbrecher die Gewohnheiten dieser Familie genau studiert und auch über die Örtlichkeiten bestens informiert gewesen sein.

Am Samstagmittag stiegen zwei Einbrecher dreist über den Anbau in die Grünwalder Villa eines Arztes (45) ein und gingen zielstrebig ins Schlafzimmer. Ihre Beute: 50 000 Schweizer Franken in bar, zahlreiche kostbare Schmuck­stücke im Wert von weiteren 50 000 Euro und sämtliche Ausweise der Familie.

Der Arzt hatte das Haus in der Perlacher Straße um 12.15 Uhr für nur zwei Stunden verlassen. Vermutlich wurde seine Abfahrt beobachtet. Die Profis setzten zunächst die Videokamera außer Betrieb. Über den Anbau gelangten sie zu einem offen stehenden Fenster, das mit einem Gitter gesichert war. Diese Gitter hebelten sie mit brachialer Gewalt aus der Mauer und stiegen ein. Ihr Ziel: der in den Schlafzimmerschrank eingebaute Tresor im ersten Stockwerk. Auch der wurde mit Gewalt aus der Wand gebrochen und über die Terrassentür im Erdgeschoss aus dem Haus gebracht.

Zeugen sahen zur Tatzeit zwei Männer, die Jeans, schwarze Kappen und Turnschuhe trugen. Über ein Fahrzeug, das zum Abtransport des nur knapp 40 Zentimeter kleinen, aber sehr schweren Wandtresors benutzt worden sein muss, ist nichts bekannt. Auch vom vermutlich längst geknackten Tresor fehlt jede Spur. Unter Tel. 089/2910-0 bittet die Polizei die Bürger um Hinweise.

dop.

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